Warum trainiere ich? Warum will ich stark sein?

Warum trainiert Ihr gerne? Was ist Euer Ziel?

Früher war es bei vielen (jüngeren) Männern sicher ein Grund, geil auszusehen und bei den Frauen anzukommen. Dann war es – auch bei mir – einfach eine Art zu leben, sehen was noch geht. Mehr zu schaffen, seine Gewichte immer weiter zu steigern. Schwitzen, um noch größere Zahlen in ein Buch einzutragen.

Später trainierte ich einfach, um weiter "normal" essen zu können (immer noch zu viel). Es war leichter für mich, mehr zu trainieren, als mich beim Essen zu mäßigen.

 

Dann änderte ich einiges. Leider bin ich nicht durch eigenes Nachdenken dazu gekommen, sondern weil ich mich verletzte (siehe "Über mich"). So musste ich mir überlegen, was ich da eigentlich mache und warum.

Trainieren ist ein wichtiger Teil von mir und ich bekomme schlechte Laune, wenn ich nicht trainieren kann. Ich mag es, wenn ich meine Kraft sinnvoll einsetzen kann, z. B. Möbel von A nach B tragen, Gurkengläser aufmachen etc.

Außerdem habe ich festgestellt, dass ich durch das Training immer noch mobiler und kräftiger bin als viele Jüngere. Es ist beruhigend zu sehen, dass man nicht einfach altern muss, man kann sehr lange aktiv und fit bleiben. Leser, die auch die vierzig überschritten haben, werden leicht nachvollziehen können, was ich meine. ;-)

Aber eigentlich ist das alles nicht wirklich wichtig. Eitelkeit ist wohl eine der größten Motivationen bei vielen (mich eingeschlossen). Aber mal ehrlich, was machen wir schon Sinnvolles mit unserer Kraft?

Das ist mir vor Kurzem klar geworden, als ich meinen 83-jährigen Vater im Garten liegen sah. Er war bei der Gartenarbeit gestürzt, kam nicht mehr alleine hoch und lag da schon 1,5 Stunden, als ich ihn fand. Ich lief hin und der große Mann (größer als ich) fühlte sich so leicht an. Mir war es nur wichtig, ihm auf die Beine zu helfen und ich war froh, dass ich die nötige Stärke dafür besaß. Wir gingen ins Haus und alles schien soweit o. k. zu sein. Klar wünschte ich mir, dass ich ihn früher gefunden hätte, aber daran war nichts mehr zu ändern.

Nun, wo alles wieder ruhig ist, denke ich darüber nach und komme zu dem Schluss, dass wir nicht aus dem Grund trainieren, für den es sich lohnt. Das wäre in meinen Augen, um seinen Lieben (Familie, Freunde und Mitmenschen) helfen zu können, wenn es darauf ankommt. Wir leben hier in einer Gesellschaft, die sehr ruhig und sicher scheint. Daher stürzen wir uns so leicht auf Äußerlichkeiten – wir sollten uns aber auch überlegen, für wen wir eigentlich wirklich stark sein wollen.

Die Einstellung verändert sehr viel im Training. Wenn Ihr Euch bewusst werdet, dass Ihr nicht nur für ein "hübscheres" Aussehen, für anerkennenden Blicke, um länger im Alter aktiv bleiben zu können trainiert, sondern auch, um denen im Notfall helfen zu können, die Euch alles bedeuten – dann wird das etwas in Euch verändern.

Ich erinnere mich an Trainingseinheiten beim Aikido, wo ich davon ausging, dass ich wahrscheinlich an dem Abend in einen Kampf hineingezogen werde, um jemanden vor etwas Schlimmen zu bewahren. Man trainiert anders, man wird wacher und will alles aufsaugen – vielleicht hängt das eigene Leben davon ab. Man wird nicht "härter" aber bewusster. Dieses Bewusstsein geht den meisten beim Training ab. Ich werde es die nächste Zeit beim Kettlebell-Training haben. Da mir genau diese Stärke half, meinen Vater heil ins Haus zu bringen.

Falls das Bewusstsein später etwas einschläft, ist das normal und verzeihlich. Keiner kann immer auf "Alarm" gestellt sein, das macht einen zum gehetzten Tier. Aber macht Euch auch bewusst, dass Ihr durch das regelmäßige Training mit Köpfchen anderen auch besser helfen könnt, wenn es wirklich darauf ankommt.

Versteht mich nicht falsch, die anderen Motivationen sind nicht schlecht, aber wenn Ihr mal in eine echte Notfallsituation geratet, wisst Ihr erst wofür man stark sein sollte. Unsere Fähigkeit, uns durch Training zu verbessern, war / ist ein evolutionärer Vorteil. Vorfahren, die sich schlechter anpassen (trainieren) konnten, sind wohl nach und nach ausgestorben.

Kurzes Fazit:

  • Freut Euch des Lebens,
  • überlegt Euch, warum ihr wirklich etwas macht,
  • trainiert Geist und Körper.
  • Ich wünsche Euch einen schönen Tag, macht was draus!

Bildrechte: © storm - Fotolia.com

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Tags: training, Motivation, Überleben, Helfen, Beschützen

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