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Podcast Nr. 19 Al Kavadlo - Calisthenics

Podcast Nr. 19 Al Kavadlo - Calisthenics

Al Kavadlo ist einer der Galionsfiguren für Calisthenics. Er macht mit seinem Bruder Danny die progressive Calisthenics Certification (PCC) Workshops, welche auf der ganzen Welt abgehalten werden. Selber durfte ich Al bei meiner PCC Zertifizierung vor einigen Jahren in München kennenlernen. 

Al schreib diverse Bücher zum Thema Training mit dem eigenen Körpergewicht. Sein letztes Buch hat er zusammen mit seinem Bruder Danny Kavadlo geschrieben und nennt sich Street Workout. Es ist eine Art Enzyklopädie des Körpergewichtstrainings. Einige seiner Bücher befassen sich mehr mit den philosophischen Aspekten des Trainings und gesunder, bewusster Lebensweise. Das Interview selbst ist in Englisch, daher habe ich das gesamte Gespräch vom Englischen ins Deutsche übersetzt.

  • Mein heutiger Gast ist Al Kavadlo. Ich bin sehr aufgeregt und freue mich sehr heute mit ihm zu skypen. Hi Al!
  • Hey, hey, hey, Frank wie geht es Dir?
  • Ich komme gerade vom Urlaub nach Hause und bin sehr froh, dass wir so kurzfristig die Möglichkeit haben uns mal kurz zu unterhalten.
  • Man hört, dass Dir der Urlaub gut getan hat, Du klingst sehr erholt.
  • Ja mehr oder weniger. Ich habe mir meine Hand etwas aufgerissen, als ich zwei Strongman-Shows auf dem Kreuzfahrtschiff gegeben habe.
  • Manchmal muss man für seine Kunst auch etwas leiden. Oder?
  • Ääääää ja, aber das „manchmal“ kannst Du streichen; zumindest geht es mir die meiste Zeit so. Besonders, wenn man sehr, sehr engagiert ist. Einer der Gründe, warum ich sehr froh bin, Dich im Interview zu haben ist, dass Dein Bruder und Du mir sehr dabei geholfen haben meine körperlichen Fähigkeiten zu steigern. Vor einigen Jahren habe ich mit Dir den PCC Workshop in München gemacht. Dein Buch „Streatching your boundaries“ hat mir sehr geholfen.
  • Klasse! Das ist immer schön zu hören.
  • Ich bin ein recht robustes Kerlchen, sich dabei gut zu bewegen ist für mich oft herausfordernder als bloße Kraft.
  • Absolut!
  • Dein letztes Buch war „Street Workout“?
  • Ja, Street Workout.
  • Ich habe das nur als E-Book und hoffe sehr, dass der Kettlebellshop das bald als Paperback zur Verfügung hat.
  • Ich weiß, dass sie gerade an einer deutschen Übersetzung des Titels arbeiten.
  • Ja aber ich bin nicht so scharf auf eine deutsche Übersetzung.
  • Du willst es in Englisch lesen?
  • Ja, es ist einfach näher an meinen Erfahrungen dran, die ich mit Dir und Deinen Bruder Danny gemacht habe. Wenn man die Bücher von Dir oder Danny liest, dann hat man die Wortspielereien und wie Ihr die Dinge ausdrückt. Ich glaube einfach, dass das in einer deutschen Übersetzung verloren ginge. So halte ich mich von ihnen (den Übersetzungen) fern.
  • Stimmt, für Dich macht das keinen Sinn, aber für jeden, der nicht so gut Englisch, spricht wie Du, schon. 
  • Ja - bitte bekomme meine Worte nicht in den falschen Hals. Ich bin sehr froh, dass die Bücher auch in Deutsch erscheinen. Beim Abhalten von Calisthenics Workshops hatte ich das oft, dass Leute zu mir kamen, die sagten: „Ja ich weiss, dass es die Bücher gibt. Aber ich bin nicht so gut in Englisch und so bin ich sehr dankbar einfach die Infos ohne die Sprachbarriere zu bekommen“.
  • Ja, ich verstehe Dich. Manchmal ist das, wie es gesagt wird, dass was einem Spaß macht und nicht nur der bloße Inhalt. Aber in einem Trainingsbuch ist der Inhalt wohl entscheidender, als die Prosa, egal wie sehr man das Lesen genießt.
  • Aber Bewegung ist doch auch eine Form der Poesie, oder?
  • Das ist eine sehr, sehr schöne Betrachtungsweise.
  • Das gilt wenigstens für einige Leute. Wenn man mich betrachtet, dann kommt das eher einem Stottern und Nuscheln gleich - aber manchmal komme ich wenigstens dicht an eine normale Sprache ran. Wenn ich jedoch Dich, Danny oder Grace sich bewegen sehe, dann seid Ihr jedoch der Poesie viel näher als ich.
  • Naja, Du weißt ja jeder ist sich selbst der schlimmste Kritiker. Du kennst Deine ganzen Fehler, da Du immer da bist und diese erfährst.
    Ich bin auch sehr beeindruckt von dem Zeug, das ich Dich habe machen sehen. 
  • Oh danke. Ich wünschte nur, dass mir Klimmzüge leichter fallen würden. Wie Du weißt musste ich bei meinem PCC den Test später wiederholen, da ich bei den letzten Klimmzügen verreckt bin.
  • Die Klimmzüge sind für alle der härteste Teil des „Century Tests“. Daher haben wir die auch an den Schluss gelegt.
  • Ja dass macht Sinn; es ist ja ein Test und keine Erholungseinheit.
  • Siehe es von der Seite, so warst Du gezwungen Dich näher mit den Klimmzügen zu beschäftigen.
  • Und das mache ich immer noch. Ich muss nur aufpassen, da mir meine Sehnen das leicht übel nehmen. So muss ich immer aufpassen, es nicht zu übertreiben. Leider muss ich ständig an meiner Mobilität und an dem richtigen Einsatz meines Latissimus arbeiten.
  • Jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen und wir arbeiten an uns. Keiner ist jemals fertig. So heißt es immer dran bleiben. Denn wird halt nicht vom „nicht üben“ besser.
  • Das ist auch etwas, das ich meinen Schülern immer sage. Wenn es etwas gibt, dass Du hasst, dann ist das wahrscheilich genau dass, was Du tun solltest.
  • Genau. Aber Du kannst nicht täglich daran arbeiten. Du brauchst auch Pausen, ansonsten bekommst Du Schmerzen in den Schultern oder im Ellenbogen.
  • Das versuche ich zu vermeiden, indem ich ab und zu „Pulldowns“ mit einem sehr starken Gummiband mache. So kann ich die Muskeln trainieren, ohne dabei zu viel Stress auf Sehen und Gelenke auszuüben.
  • Ja das ist dann sehr gut, dass Du die Bewegungsmuster so übst, ohne dabei mit deinem kompletten Körpergewicht arbeiten zu müssen.
  • Ok, die nächste Frage ist vielleicht etwas unverschämt,  ...
  • Kein Problem, ich bin dafür bereit!
  • Ok, Du hast soeben ein tolles Buch veröffentlicht - Street Workout - gibt es da etwas, an dem Du momentan arbeitest? Oder ist es mehr ein Zurücklehnen und sehen, was die Leute über Dein Werk zu sagen haben?
  • Street-Workout ist letztes Jahr 2016 erschienen. Danny und ich haben soeben ein anderes Buch gerade beendet. Das wird diesen Somer (2017) rauskommen. Also wir hauen die einfach raus.
  • Darfst Du darüber reden?
  • Ja klar, ich würde gerne mehr über unser neues Buch verraten. Danny und ich haben beide mehrere Bücher geschrieben und zusammen haben wir letztes Jahr das Street-Workout Buch geschrieben. Das ist dann mehr wie eine Enzyklopädie geworden. Es enthält haufenweise unterschiedliche Übungen. Sowie die verschiedenen Schritte eine Übung schrittweise schwieriger zu machen. Aber viele Leute haben uns immer noch gefragt: „Kannst Du mir nicht einfach ein Programm geben?“ Denn das Buch fordert den Leser dazu auf das neue Wissen auch anzuwenden. So war das halt der Punkt, den die Leute uns immer wieder fragte:. „Kannst Du uns nicht einfach sagen wie viele Sets mit welchen Wiederholungen sollen wir an welchen Tagen in der Woche machen? Wann muss man zu der nächsten Stufe / Übung übergehen?“
    Das steht alles im nächsten Buch „Get Strong“. Das ist ein Programm mit dem eigenen Körpergewicht und geht über 16 Wochen. Darin haben wir wirklich alles exakt beschrieben. Ja und ich bin davon wirklich begeistert. Das ist genau dass, nachdem uns die Leute gefragt haben und wir hoffen, dass es sie glücklich macht.
  • Oh das klingt super. Ich denke das war auch eines der Schlüsselelemente von Convict Conditioning (Trainieren wie im Knast). Die haben da gute Übungen und einen total einfachen Weg, wie man diese anwendet.
  • Ja ich denke da liegst Du 100% richtig. Das war der Grund, warum das Programm so viele begeistert hat. Man musste nicht verschiedene Dinge beachten, sonder einfach nur machen.
    Als ich anfing Bücher zu schreiben, wollte ich etwas anders machen. Da ich gesehen habe, dass es in der Art schon so viele Bücher gab. So wollte ich das Ganze von einer mehr natürlichen Sichtweise angehen. Ich habe einige Bücher in dieser Art gemacht - und es gibt bei dem neuen Buch einige ähnliche Dinge wie in Convict Conditioning, aber es ist ein ganz anders geartetes Programm, obwohl es sich auch um Körpergewichtsübungen handelt.
  • Ich meinte nicht Ähnlichkeiten, sondern Gründe, warum die Leute das Programm befolgen konnten. Manchmal wollen die Leute gar nicht alles - sie wollen nur, dass Du ihnen sagst, was sie gerade jetzt zu tun haben.
  • Als wir „Street Workout“ geschrieben haben, dachten wir, dass es das ansprechendste Buch sei, das wir je geschrieben haben, da wir wirklich ALLES hineingepackt haben. Aber es hatte ab und zu den gegenteiligen Effekt. Es war einfach für einige Leute eine Überlastung von der Informationsvielfalt. „Oh das ist einfach zu viel. Kannst Du das vereinfachen?“ Das haben wir dann bei dem neuen Buch aufgegriffen.
  • Ich glaube die Leute, die Euer Buch richtig toll fanden, waren alles erfahrene Leute, die schon lange Calisthenics trainieren. Für die war das: „Hey toll, das ist hervorragend! Endlich habe ich alles in einem Buch mit guten Erklärungen.“ Für jemanden, der seine Reise erst begonnen hat, war das einfach ein bisschen viel.
  • Ja, genau. Alle Leute, die Calisthenics trainiert haben, haben uns ein sehr tolles, positives Feedback gegeben. Die einzigen negativen Äußerungen kamen von Anfängern, die wir mit dem Umfang überfordert haben. So wollten wir etwas machen, dass etwas anfängerfreundlicher ist. Obwohl das „Get Strong“ Programm zu einigen recht anspruchsvollen Übungen führt, so sollte wirklich jeder davon profitieren können. 
  • Ich bin gespannt. Ich glaube ich habe all Eure Bücher, sogar Dein allererstes „We are working out - a Zen aproach to Workout and Training“. 
  • Ja, das Allererste.
  • Das kann ich immer noch empfehlen. 
  • Oh danke Frank, es ist schön zu sehen, dass Du wirklich von Anfang an mit dabei bist.
  • Die Sache ist, dass viele sich nur auf die technischen Details des Trainings konzentrieren. Mir persönlich hilft es sehr, mich auf die philosophischen Aspekte zu fokussieren. Es auszuleben, mich daran zu erfreuen, auch wenn es keiner sieht. Heutzutage .... na ja wir beide müssen Marketing machen. Daher müssen wir darüber reden, den Leuten einige Dinge zeigen, so dass die Leute uns auf dem Radar haben. Aber manche Leute haben das einfach extrem übertrieben. Ein bisschen wie die Fragen, wenn ich das Workout nicht auf Facebook gepostet habe, habe ich dann überhaupt trainiert? („Schrödingers Workout“)
  • Ja das ist schon eine recht interessante Welt in der wir leben, mit Social Media ... Denke immer dran, was Du online siehst ist nicht die ganze Geschichte. Viele vergessen das. Sie vergleichen dann Ihr Leben mit dem Online-Leben von jemand anderen. Was aber nur die besten Szenen aus deren Leben enthält.
  • Gute Idee, ich muss noch mal die riesige Kiste fotografieren, in der meine ganzen gebogenen Nägel und Hufeisen drin landen. Die Kiste ist recht groß und bis zum Rand gefüllt.
  • Hebst Du jeden Nagel auf, den Du verbiegst?
  • Ja meistens landen alle da. Vielleicht mache ich daraus irgendwann einmal ein Kunstwerk? Oder ein soziales Projekt, oder irgendwas in der Art.
  • Das gefällt mir.
  • Vielleicht auch eine Versteigerung für einen guten Zweck. Ich bin mir noch nicht klar darüber. Das gibt mir auch die Gelegenheit immer ein Geschenk zu haben - wie einen Nagel, der zu einem „S“ gebogen wurde. Was ich erst vor kurzem gelernt habe.
  • Wow!
  • Ich sage „Wow“ zu einem Muscle-Up. Du sagst ach das ist nichts, man muss nur daran arbeiten und schon ist man da. 
  • Es ist immer das Gleiche. Es spielt keine Rolle, was Du machst, ob es Strongman, Calisthenics oder was auch immer ist. Es ist alles eine Spezialisierung. Du wirst gut in dem, was Du übst. Wenn Du Nägel biegen willst, musst Du halt eine Menge Nägel biegen. Wenn Du Pullups und Muscle Ups machen willst musst Du eine Menge Zeit an der Stange verbringen. 
  • Ja da gebe ich Dir recht, das ist der Grund, warum ich eine Klimmzugstange bei mir im Büro habe. 
  • Sehr schön. 
  • Ja aber ich muss halt immer viel daran arbeiten.
  • Das zeigt auch das Stärke nicht immer gleich ist, es kommt auf den Kontext an. Du wirst besser in den Dingen, die Du machst. Ich kann keinen Nagel biegen, aber ich kann Muscle-Ups und die Human-Flag. So hat man immer verschiedene Stärken und Schwächen. 
  • Ok, fürs Nägel- und Hufeisenbiegen und so´n Zeug muss man stark sein, aber man muss auch die richtige Technik wissen. 
  • Das ist auch im Calisthenics so. 
  • Ja schon klar, gerade beim Muscle-Up muss man über die Stange greifen. Wenn man direkt von unten greift, schafft man das nicht. Zumindest habe ich das so gelernt. Auch wenn ich selber nicht in der Lage bin, einen Muscle-Up zu machen. 
  • Es ist wie bei vielen anderen Dingen. Es gibt einige Techniken, die für Anfänger geeigneter sind. Wenn Du darin gut geworden bist, kannst Du absichtlich einige Dinge erschweren, um es für Dich herausfordernder zu machen. Dann kannst Du irgendwann die Regeln für Dich anpassen. Ich habe verschiedene Typen mit allen möglichen und unmöglichen Griffen einen Muscle-Up machen sehen. Aber das muss nicht heißen, dass das der „ideale“ Weg wäre das zu machen. 
  • Oh Gott, das erinnert mich an Deine komischen Liegestütz-Varianten mit den komischen Handpositionen. 
  • Na ja das ist, was ich halt gut kann. Ich bin halt davon fasziniert, wenn Strongman Nägel biegen, Telefonbücher zerreißen, es ist halt eine andere Anwendung von Stärke. Man ist immer fasziniert von etwas, das man selber nicht tun kann. Und was man selber machen kann, ist eben mehr „ja kein Problem, das kann ich halt, das ist nichts Besonderes“. 
  • So ein bisschen mit der Einstellung: Wenn ich das schon kann, dann kann das jeder. Ich bin ja einfach nur ein „normaler“ Durchschnittstyp.
    Wirst Du auch mal wieder an einem Buch arbeiten, das die philosophische Seite des Trainings behandelt?
  • Weißt Du, das Buch „Get Strong“, was schon bald diesen Sommer (2017) herauskommen wird, enthält auch einiges zu diesem Thema. Ich denke, dass es ein sehr abgerundetes Buch ist. Es gibt das Programm und dann einen Bonus-Abschnitt. Der enthält einige Abhandlungen, die mehr in die Philosophie gehen. Es werden Fragen beantwortet, die die Leute vielleicht noch haben könnten. 
  • Cool!
  • Wir haben versucht viele Dinge in diesem Projekt miteinander zu kombinieren. 
  • Ich bin neugierig, wie die Leute auf die philosophische Seite reagieren werden. Ok wahrscheinlich nicht neugieriger, als Du sein wirst. 
  • Es ist schon so, wie Du gesagt hast. Leute, die so wie Du und ich sind, also ähnlich ticken, die verstehen das schon. Und ich denke das viele Leute das gerade mögen. Das ich von dieser Sichtweise her das Thema behandel. Die Meisten machen das nicht und behandeln alles nur von strikt technischen Standpunkt aus. Die Philosophie ist so ein wichtiger Aspekt, warum einige Leute dran bleiben und warum andere eben nicht. Es reicht nicht, das Workout auf dem Papier zu haben, Du musst die Leute auch in ihrem Geist erreichen. 
  • Was hilft einem ein Programm durchzuziehen? Meistens geht es nicht nur darum etwas zu meistern oder in der Lage zu sein etwas zu machen. Ich denke oft braucht man etwas mehr, um das zu erreichen.
  • Ja - das ist wahr. Viele unserer Entscheidungen basieren auf einer gefühlsmäßigen Ebene und nicht auf einer Logischen. Daher muss man manchmal herausfinden, wie man die Gefühlsebene der Leute ansprechen kann. Wenn man möchte, dass sie sich ändern können. 
  • Ich bin mir nicht sicher, aber wird es dieses Jahr (2017) einen PCC Workshop in Deutschland geben? Ich glaube einer ist in der Schwebe, ist aber noch nicht bestätigt. 
  • 2017 haben wir in Deutschland keinen Workshop auf dem Plan. Wir machen einige in Europa, im Mai machen wir einen in London und wir gehen das erste mal nach Polen. Der wird im September stattfinden. Jeder aus Europa, der dieses Jahr noch den PCC machen möchte, sollte zu diesen beiden Veranstaltungen reisen. Das sind wahrscheinlich Eure besten Chancen. Wir versuchen, dass der Workshop immer in anderen Ländern abgehalten wird und es eine gewisse Rotation gibt. Hoffentlich werden wir nächstes Jahr (2018) wieder in Deutschland sein. Für dieses Jahr gibt es nur die beiden Events in England und Polen. 
  • Hmmm beide führen mich sehr in Versuchung. Lustig, da ich Anfang Juni auf einer Joomla Konferenz in Polen sein werden (JAB17, jandbeyond.org).
    Für einige Leute ist das etwas komisch, dass ich zur gleichen Zeit in der IT und der Kraft-Welt unterwegs bin. Aber für mich funktioniert das prima. 
  • Du bist ein „Renaissance Mann“ - Geist und Körper.
  • Ja ok ... oder wenn man das Ganze hart ausdrückt, könnte man sagen, dass ich mich einfach nicht entscheiden kann.
    Hier in Hamburg ist das Wetter gerade ungemütlich. Es ist kalt mit Regen und etwas Frost. Wie ist denn gerade das Wetter in New York?
  • Hmmmm technisch haben wir den ersten Tag im Frühling - aber bei uns liegt noch Schnee auf dem Boden und es ist hier auch kalt. Letze Woche hatten wir einen riesigen Schneesturm, so liegt hier immer noch eine Menge Schnee rum. Es ist momentan aber nicht ganz so kalt, wie vor wenigen Tagen. 
  • Also die letzten Tage Deiner Wimhoff-Progressionen? (Wimhoff hat ein Programm entwickelt durch Atemübungen, Meditation und sich extremer Kälte aussetzen, seine Leistungsfähigkeit zu steigern).
  • Ja das ist eines der schönen Dinge an der Kälte, man kann diese zu seinem Vorteil einsetzen. Du hast sicherlich einige der Dinge gesehen, die ich kürzlich online gestellt habe. Da habe ich im Schnee trainiert, um mich etwas abzuhärten.
  • Ich habe immer noch Schwierigkeiten kalt zu duschen. 
  • Ich denke viele Leute habe die gleichen Probleme mit dem Workout, zumindest die ersten Monate oder Jahre. Du musst Dich halt jedes Mal aufputschen, um es durchzuziehen. „Oh das wird übel, ich will das gar nicht wirklich machen. Aber ich werde mich nachher besser fühlen“. So muss man sich halt selber überzeugen. 
  • Ich habe nur eine Methode mich zu überzeugen ... und ich weiß, dass diese blöd ist. Aber das funktioniert halt für mich. Ich habe auch keine Ahnung warum. Es gibt da einige Leute, die ich partout nicht ausstehen kann. Ich meine, dass diese eine sehr schlechte (toxische) Einstellung haben. So stelle ich mir jedes Mal vor, wenn ich eine kalte Duschen nehmen will, dass diese Leute das nie und nimmer schaffen würden. So hilft mir das über mich selber hinaus zu wachsen und es länger unter der kalten Dusche auszuhalten. Es ist doof, aber es funktioniert bei mir.
  • Du musst das machen, was klappt. Was auch immer für Gedankenspiele Du machen musst, um es zu schaffen. Mache sie. 
  • Meistens bin ich sehr glücklich, dass ich die Dinge mit einer positiven Einstellung machen kann. Frei nach dem Motto, ich will das machen, ich will mich verbessern ... das reicht mir, um etwas zu erledigen. Aber beim kalt Duschen, muss ich einen Gang höher schalten.
  • Ja, das kommt mir bekannt vor. Ich mache das seit einigen Monaten. Aber es ist immer noch ein kleiner Krieg in meinem Kopf. „Ich will das nicht wirklich machen, vielleicht sollte ich einfach einmal aussetzen ...“ Aber meistens schaffe ich es mich selber dazu zu zwingen. 
  • Ich mache das mit dem kalt Duschen seit zwei oder anderthalb Monaten. Normalerweise hätte ich mir in der Zeit bestimmt schon eine Erkältung eingefangen. Aber diesmal nicht. Obwohl meine Familie mit Erkältungen zu Hause war. 
  • Es scheint, dass es bis jetzt bei Dir funktioniert.
  • Ich glaube, das einiges daran auch nur geistig ist, aber wenn es hilft gesund zu bleiben, dann ist das für mich ok.
  • Wir sitzen da im gleichen Boot. Ich bin immer noch etwas skeptisch. Ich bin dem Meisten gegenüber etwas skeptisch eingestellt, bis ich es wirklich über eine sehr lange gemacht habe. Ich hüte mich vor vorschnellen endgültigen Aussagen, aber die kurzfristigen Ergebnisse sind sehr ermutigend. Das ist einer der Gründe, warum ich dabei bleiben will. Solange es funktioniert, bleibe ich halt dabei. 
  • Wenn es dann aufhört zu funktionieren, muss man sich fragen ... 
  • ... ob ich was falsch gemacht habe, oder funktioniert es halt doch nicht?
  • Ja aber es gibt auch Umwelteinflüsse, die man nicht mit Disziplin aushebeln kann. Wenn man die ganze Zeit zu dicht bei jemanden rumhockt, der erkältet ist, steigen die Chancen, dass es einen auch erwischt.
  • Sicherlich gibt es da verschiede Faktoren.
  • Aber man kann seine Chancen verbessern und ich denke zu einem sehr großem Teil.
  • Es ist wie mit dem Krafttraining, Du kannst Dich verletzen, selbst, wenn Du stark bist. Aber es wird weniger wahrscheinlich. 
  • Auf der anderen Seite, wenn man stärker wird, mag man auch gerne mal seine Grenzen verschieben.
  • Wenn Du Dich zu sehr oder zu schnell forderst, ob das darum geht Kälte auszuhalten oder Krafttraining oder was auch immer, dann musst Du schon die Konsequenzen Deines Handelns ertragen. 
  • Lustige Begebenheit: Ich habe letztens David Whitley gesehen, wie er eine Kokosnuss mit seiner Faust aufgeschlagen hat. 
  • Sehr schön!
  • Ich dachte mir, ok dass ist cool. Ich frage mich, ob ich das auch kann. Ich habe es auf Video aufgenommen. Aber das hat nicht so richtig geklappt, obwohl ich einige sehr, sehr, sehr harte Schläge ausgeführt habe. Als ich das Video David gezeigt habe, meinte er nur „das muss doch furchtbar weh getan haben“. Was ich bestätigen konnte. Des Weiteren sagte er: „Außerdem hast Du auf die falsche Stelle der Kokosnuss geschlagen.“
  • Wie Du schon sagtest, es gibt für alles eine Technik. Manchmal sieht es aber nicht nach viel Technik aus. „Oh das ist einfach nur ein Typ, der auf eine Kokosnuss kloppt.“ Aber der weiß halt genau, wie und wo er die Kokosnuss treffen muss. 
  • Das stimmt. Außerdem brauchte er über 3 Monate seine Hände an diese Art des Missbrauches zu gewöhnen. 
  • So ist das oft. Man sieht nur die Präsentation und nicht die ganze Arbeit, die darin hinein fließt.
  • Ja aber diesen Punkt, habe ich dann sehr, sehr schnell verstanden.
    (Beide Lachen)
    Gibt es etwas, an dem Du momentan arbeitest?
  • Momentan möchte ich den PCC leiten können und das ganze Zeug auch vor Ort zeigen können. Der Lehrplan beinhaltet so viele verschiede Körpergewichtsübungen und ich möchte alle so klar wie möglich vormachen können. So arbeite ich immer daran, diese Fähigkeiten so gut wie irgend möglich zu raffinieren. Selbst, wenn man das kann, will man noch besser darin werden. Besonders, dass es noch einfacher wird. Da es meistens man beim Lehren sehr oft vorführen muss. Daher will ich das wirklich sicher können.
    Es gibt aber andere Dinge, mit denen ich herumexperimentiere. Wir habe gerade offline darüber gesprochen. So probiere ich mich an einigen Strongman Geschichten, wie ein Kartendeck zu zerreißen.
  • Das finde ich super! Du hast eine Menge Kraft und ich finde das Calisthenics und Kettlebell eine Menge Übertrag zu anderen Dingen haben. Das ist immer etwas tolles. Besonders für Kinder, man reißt ein Kartenspiel durch und wirft es wie Konfetti in die Höhe ... na ja ich mag es gerne etwas Verwüstung anzurichten.
  • Die meisten Menschen kennen mich im Zusammenhang mit Calisthenics. Aber ich liebe alle Sachen, die mit Kraft zu tun haben. Und ich unterstütze jeden in seinen Versuch stärker zu werden.
  • Ja, es gibt ja nicht nur einen Weg. Das ganze ist ja keine Religion. Das ist nur ein Weg unter tausenden. Du musst für Dich entdecken, welche Aussicht Du magst, welchen Weg Du gerne gehst, was Dir Spaß macht, so dass Du dabei bleibst.
  • Jeder, der mit uns auf dieser Kraftrainings-Reise ist - wir haben mehr gemeinsam, als uns trennt. Manchmal verlieren wir das aber aus den Augen und wir konzentrieren uns auf die kleinen Unterschiede. Aber grundlegend machen wir alle das Gleiche.
  • Das denke ich auch. Besonders sollte es als Lebensweise übernommen werden. Eines Tages ging ich zu einem Friseur und der Typ fragte mich „Trainierst Du?“ Ich antwortete „Ja mache ich“. „Ich will auch massiver werden, sollte ich Steroide nehmen?“
  • Na der ist ja gleich reingesprungen ...
  • Ich meinte nur: „Verdammte Scheiße, warum willst Du so was machen?“ Gebe Dir einfach Zeit. Gerade im Zusammenhang mit Kraft solltest Du eher in Jahren als in Monaten rechnen. 
  • Die Leute wollen eine Abkürzung. Sie wollen einen Hack. Das ist einfach die Welt, in der wir heutzutage leben.
  • Ich glaube, dass das daher kommt, wie die Leute mit Ihren Computern oder Telefonen umgehen. Es ist mehr wie eine App installieren. Aber Dein Körper installiert keine App, Du musst sie selber entwickeln. 
  • Das stimmt, das trifft den Nagel auf den Kopf. Das ist etwas dass ich an dem Muscle-Up oder am Kartendeck zerreißen mag. Du kommst nicht dahin, ohne die Arbeit zu leisten.
  • Tatsächlich habe ich Leute gesehen, die ein Kartendeck beim ersten Mal zerreißen konnten. Ich gab Ihnen ein Kartendeck, habe ihnen gezeigt, wie es geht und sie rissen es durch.
  • Aber die waren schon vorher stark - oder? Das war nicht das erste Mal, dass die etwas Körperliches gemacht haben.
  • Nein, nein alles andere, das waren Kletterer. Also Freeclimbing. 
  • Oh die hatten dann also schon vorher einen sehr starken Griff.
  • Absolut!
  • Ab und zu habe ich auch jemanden, der den Muscle-Up beim ersten mal hinbekommt, da er schon vorher sehr, sehr stark war.
  • Das ist so cool!
  • Ja kommt vor.
  • Das erste Mal, wenn ich einen Muscle-Up hinbekomme, werde ich am gleichen Abend Party machen. Dann geht es auf Piste!
  • Das ist auch ein sehr besonderes Ereignis.
  • Das war genauso so für mich, als ich mein erstes Hufeisen geschafft habe. Ich war so glücklich. Ich hatte Hilfe. Zu Hause hatte ich Hufeisen, die aber viel zu schwer waren, um diese zu biegen. Ich dachte immer, dass ich einfach zu schwach wäre und meine Technik zu schwach ist. Als ich Logan Christopher in San Francisco besuchte, durfte ich eines seiner Hufeisen nehmen, dass er für angemessen hielt. Er zeigte mir wie und ich war tatsächlich in der Lage das Hufeisen zu verbiegen. Ich war so euphorisch.
  • Schön, das sind die technischen Aspekte, aber Du brauchst beides. Du warst stark, aber Du brauchtest noch die Technik.
  • Ja. Momentan habe ich für die Strongman-Geschichten einen Mentor: Chris Rider - ich trainiere mit ihm seit ca. einem Jahr, einmal die Woche über Skype. Meine Fähigkeiten haben immens zugenommen. Das ist was ich meinen Leuten in meinem deutschen Podcast immer wieder sage: Wenn Du etwas lernen willst, gehe zu einem sehr, sehr guten Lehrer. Gehe zu dem besten Lehrer, wenn Du etwas erlernen willst. Nimm nicht einfach irgendeinen mittelmäßigen Fitnesskurs - wirklich - gehe zu dem besten Lehrer.
  • Das ist ein sehr guter Ratschlag, ich stimme dem zu.
  • Für mich hat sich das als richtig herausgestellt. Ich habe ohne Lehrer trainiert und habe mich dabei sehr doll verletzt. Die Ärzte meinten dann „Tut mir Leid Herr Delventhal, sie werden nie mehr Sport machen. Kommen Sie einfach damit klar.“
  • Das sind Ärzte, die wollen sich einfach absichern. Die wollen, dass Du nichts machst, was Dich irgendwie verletzen könnte und Du sie dann dafür verantwortlich machst.
  • Ah das war relativ einfach, meine Mutter ist Ärztin, so bin ich daran gewöhnt nicht so viel darauf zu geben, was Ärzte sagen.
    Als ich zur Kettlebell kam und auch Workshops besuchte, konnte ich wirklich die Unterschiede spüren. Ich hatte meine Schulter schon mit Büchern und viel Training mit sehr niedrigen Gewichten verbessert. Aber nach meinen ersten Kursen konnte ich erst sehen, was mir durch die Lappen ging. Ein Buch kann Dich halt nicht korrigieren.
  • Stimmt. Es gibt keinen Ersatz für die zwischenmenschliche Erfahrung.
  • Ja - ich sage den Leuten auch immer, gehe zu den Leuten, die Ihren Sport leben. Die das regelmäßig machen. Wenn man Calisthenics lernen will, sollte man zu Dir, Deinem Bruder Danny oder Grace (Kavadlo, Frau von Al) gehen. Wenn man in der Nähe von New York ist sollte man das schon machen.
  • Danke, dass Du mich hier hast und dabei hilfst die Leute darüber zu informieren, was wir machen.
  • Klar gerne doch. Es gibt hier in Deutschland auch eine recht aktive Calisthenics Community. Letze Woche hatte ich Monique König im Podcast. Sie ist eine sehr nette Frau und knallt einfach mehrere Muscle-Ups raus.
  • Nice!
  • Sie ist immens stark und auch etwas wie Du und Dein Bruder, sehr aufheiternd. Vielleicht liegt das auch am Calisthenics, das macht einen froh.
  • Bei mir funktioniert das. Frank ich muss mich beeilen. Es war toll mit Dir zu sprechen.
  • OK, vielen Dank. Eine Frage noch kannst Du unseren Zuhörern noch 3 Dinge sage, wie sie Ihr Leben verbessern können?
  • Nun ... Pullups, ich denke dass ist eins der großen Drei oder Calisthenics allgemein. Das macht mich auf jedenfalls sehr glücklich. Aber es muss nicht Calisthenics sein, was kann jede Form des Trainings sein. Aber ich bin mir sicher, dass das die meisten Deiner Hörer schon befolgen.
    Das Offensichtliche halt, versuche etwas zu finden, dass Dir Spaß macht und eliminiere das, was Dir keinen Spaß macht. Ich denke das wären meine 3 wichtigsten Punkte.
  • Danke Al. Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für das Interview genommen hast. Vielleicht haben die Leute ja Fragen ... könntest Du Dir vorstellen, dass noch mal zu machen?
  • Ja klar ohne weiteres. Wenn die Leute Fragen an mich haben, können Sie mich auf Facebook oder Instagram finden. Da können sie mich alles Fragen, was sie gerne wissen möchten.
  • Vielen Dank Al, ich schätze sehr, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Habe noch einen schönen Tag.
  • Du auch.
  • Tschüss!
  • Pass auf Dich auf.

Einen besondern Dank an Anne-Kathrin und Florian, die mir geholfen haben meiner Übersetzung die vielen Ecken und Kanten abzuschleifen. Danke!

Falls Du Kettlebells brauchst, würde es der Show helfen, wenn Du diese über unseren Affiliate-Link ( http://www.kettlebellshop.de/?acc=182be0c5cdcd5072bb1864cdee4d3d6e ) kaufst. Da gibt es die die qualitativ besten Kettlebells, direkt vom Generalimporteur. Wenn Du mit dem Kettlebell Training anfangen willst, suche Dir unbedingt einen RKC Trainer in Deiner Nähe. Spare nicht am falschen Ende. Was nützt Dir ein Porsche, wenn Du einfach nicht Autofahren kannst. ;-)

Al Kavadlo

Das Buch Get Strong ist mittlerweile erschienen. Amazon Link zum Buch (eBook)

Website von Al Kavadlo

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Tags: Motivation, progressive calisthenics, calisthenics, Pullups, Klimmzüge, Podcast, Gesundheit, Streetworkout, Muscle-Up, Wim Hoff, Kältetraining

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