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Podcast Nr. 20 Silvio Bauer - Hometraining

Podcast Nr. 20 Silvio Bauer - Hometraining

Silvio habe ich als Freund des Calisthenics kennengelernt und hat auch die PCC-Zertifizierung gemacht. Mit ihm gab ich einige Calisthenics Workshops.  Silvio betreibt einen englischen Blog und gibt dort alle möglichen Tipps zum Thema Training. Er trainiert am liebsten von Zuhause trainieren aus und beschäftigt sich daher sehr stark mit minimalem, oder sogar ohne Equipment zu werden.

Legende:

Wort- und Satzabbrüche: /
Sprecherüberschneidung: //
Besonders betonte Wörter: GROSSSCHREIBUNG
Lange Pausen: (...)
#Zeitstempel#

Transkription des Podcasts

  • Moin, Moin, hier ist Frank Delventhal. Ihr hört gerade den Hamburg Kettlebell Club Podcast und mein heutiger Gast ist Silvio Bauer. Ja, Silvio habe ich als Freund des Calisthenics kennengelernt, hat auch PCC-Zertifizierung gemacht. Ich habe mit ihm einige Calisthenics Workshops zusammen gegeben. Er ist ein, ja, sage ich einmal Freund von Zuhause trainieren, das heißt, nicht unbedingt irgendwie ins Gym pilgern zu müssen. Aber alles Weitere wird er euch gleich noch selber erklären. Ach so, er hat noch einen englischen Blog neatstrength.com, und dort kriegt ihr alle möglichen Tipps zum Thema Training. Und er hat auch einen Newsletter, den er eben halt rumschickt, dann gibt es eben halt immer zum Wochenende einmal so ein paar Trainingsanregungen. Ansonsten wundert euch nicht über die Hintergrundgeräusche: Wir haben nämlich Ostern und deswegen habe ich hier noch einige Ostereier, und die müssen natürlich jetzt auch fleißig mitgegessen werden. Wir versuchen aber, möglichst nicht mit vollem Mund zu sprechen. Moin, Moin, Silvio. #00:01:05-0#
  • Moin Frank Delventhal. Moin Frank Delventhal. Schön, dass ich bei deinem Podcast dabei sein darf. Ich bin großer Fan gewesen von dem Podcast mit Sebastian Müller. Hervorragend, auch den mal in Echt zu hören, bis jetzt habe ich auch immer nur seinen Blog gelesen - die Artikel, die sind auch richtig klasse. Pass mal mit deinem Ei auf da. #00:01:22-0#
  • Ja, ja, ja, das ist okay. #00:01:24-0#
  • Ja, zu mir: Ich mache schon seit ich 19 bin Kraftsport. Das war schon immer/ also eigentlich hat das schon früher angefangen mit einer Kurzhantel und Bizeps-Curls in meinem Kinderzimmer mit 15 oder so. Da wusste ich noch von gar nichts und habe auch immer schon ins Fitness Studio gewollt und fand das immer schon irgendwie cool, habe dann irgendwann gesagt: „Okay, nach dem Abi habe ich jetzt einmal Zeit dafür, mich da richtig rein zu denken oder überhaupt einmal das auszuprobieren." Und mein großer Trick damals war: Ich hatte nur ein bisschen Taschengeld und das Fitness Studio war damals ziemlich teuer - das war 40 Euro für mich damals. Und ich hatte irgendwie, ich weiß es nicht mehr genau, 100 Euro Taschengeld oder so - und dann war das halt richtig viel Geld für mich. Und dann habe ich gedacht „Na ja, dann musst du auch dreimal die Woche hingehen, dass das etwas bringt." Habe dann halt den 0815-Gym-Workout-Plan bekommen: Acht Geräte, drei Mal 15 Wiederholungen. Und dann hat mich der sogenannte Trainer dann angewiesen. Er hat mir immer gesagt „Ja, hier ist das Gerät." Und hat mir den Sitz eingestellt. Da kannst du immer den Sitz einstellen von eins bis zehn oder so „Ach, du bist eine Fünf." Das war dann so sein Fachwissen, was er mir weitergegeben hat. Und dann war mir das halt auch irgendwann/ also ich habe dann gemerkt: Ja, okay, als Anfänger machst du ja bei allem Fortschritte. Also dann hat man halt schon/ dann war ich halt ein kleiner Pumper. Und ein bisschen was hat es dann geholfen und irgendwann kommst du aber an die Grenzen und weißt dann nicht mehr, was du machen sollst. Dann fragst du den Trainer, der sagt: „Ja mach doch einmal drei Mal 16." oder so. Oder: „Nimm doch mal eine andere Maschine." Aber so richtig etwas gebracht hat das alles nichts, ne? Und irgendwann habe ich dann mich selbst belesen, angefangen in die Blogosphäre zu kommen. Ich weiß gar nicht mehr, was der Eintrittspunkt war. Ich glaube, damals war es für mich - ich weiß nicht, ob das die Leser hier kennen oder die Hörer - marksdailyapple.com. Das ist ein Paleo oder Primal Blueprint, wenn dir das etwas sagt. Also das ist bestimmt Steinzeit. #00:03:37-0#
  • Da müssten wir glaube ich die Doro fragen. Also die ist da glaube ich wesentlicher fitter, was das angeht. Ich bin da weniger selektiv, ich esse einfach alles. #00:03:46-0#
  • Silvio Bauer:Also da hat das bei mir angefangen. Und zwar hatte der/ Mark Sisson ist der Autor von dem Blog. Genau. Also es ging mir gar nicht so sehr um die Ernährung, ich kam da irgendwie nur durch irgendwelche Querverweise drauf. Und bei Blogs ist das ja oft so - mache ich ja auch so - dass man sagt „Hey, du kriegst von mir ein kostenloses Goody dafür, dass du dich auf meine E-Mail Liste einträgst, dass ich dich mit meinen Nachrichten regelmäßig belästigen kann." Und bei dem war das ein Fitness Plan oder zumindest der Primal Blueprint, Fitness Blueprint oder irgendwie so was. Und der hatte dann nur vier Übungen, was relativ nah dran ist an dem, was wir heute noch machen, also in unseren Blogs oder in deinem Training: Also bei Calisthenics dieses typische push-pull Beine, also Oberkörperdruck, Oberkörperzug und Unterkörpertraining und dazu noch Planks waren das glaube ich. Also die Planke. #00:04:46-0#
  • Planks sind immer schön. Planks sind immer schön. Gerade für die Leute, wenn ihr merkst so: „Ah, ich komme nicht so richtig ins Hecheln. oder so was" - immer einmal so 15 Atemzüge eine harte Plank halten und dann wieder weiter in die Squats. Bringt Mordsspaß. Also nur, falls ihr nicht genügend hechelt. #00:05:03-0#
  • Ja. Und da habe ich zum ersten Mal diese Calisthenics Regressionen und Progressionen gesehen. Dass du, wenn du keine Liegestütze kannst, dann gehst du an den Tisch oder an die Wand und machst da deine Liegestütze. Oder wenn dir Liegestütze zu einfach sind, machst du die Füße hoch oder machst die Arme ein bisschen enger zusammen, so dass du dann - wie nennen wir das immer? Close-Grip-Pushups oder Diamond-Pushups, dass deine Hand aussieht wie ein Diamant. Genau, und das hat der für alle Grundübungen eben aufgeführt in so zwei Seiten. Das habe ich dann - da war ich schon irgendwie anderthalb Jahre im Fitness Studio oder zwei - und habe das dann einfach/ dort war ein kleiner Bereich mit Matten und sonst nichts weiter, und habe dort glaube ich für einen Monat einfach nur diese Übungen gemacht und habe dann gesehen: Okay, ich mache relativ schnell Fortschritte. Liegestütze und Klimmzüge werden jetzt schon fast ein bisschen langweilig, und habe dann gedacht: „Na ja, was bin ich eigentlich noch hier? Ich meine eine Matte kann ich mir auch Zuhause hinlegen. Und so habe ich mich dann irgendwann abgemeldet und von da aus weitergemacht. Ne? Und dann angefangen mit so Sachen wie Handstandliegestütze und einarmige Liegestütze, einbeinige Kniebeuge, Pistol Squats. Das waren so die Anfänge. Dann bin ich irgendwann auf deinen letzten Gast gekommen, Al Kavadlo, zufällig, wenn man halt dann reingeht und sagt: „Okay, ich suche jetzt einmal/" ich weiß gar nicht, was es war, ich glaube einarmige Liegestütze: „Wie mache ich die?" Überhaupt die Idee zu haben „Ich könnte das irgendwann einmal können." Das ist sonst etwas, was man nur irgendwie aus Bruce Lee Filmen kennt und war bis dato immer nur so ein Kunststück, was man nie gedacht hätte, was irgendwie ein normaler Mensch sich antrainieren kann. #00:06:46-0#
  • Ja, die meisten Leute verkennen eben halt, was es bedeutet, regelmäßig zu trainieren und zu arbeiten. Die glauben, alles wäre jetzt ein Heck und in fünf Minuten habe ich es drauf und wenn nicht, ist das System scheiße. Also die meisten Leute verkennen das, dass das einfach echte Arbeit über Wochen und Monate ist und einfach dabeibleiben und dann bist du soweit. #00:07:08-0#
  • Ja. Oft erwartest du ja, wenn da steht: „So schaffst du einen einarmigen Liegestütz.", und dann stehen da die zehn Schritte, und dann schreibt einer drunter einen Kommentar: „Hat bei mir nicht geklappt. Habe ich eben ausprobiert." Unsinn. #00:07:23-0#
  • Ja, genau. #00:07:24-0#
  • Ja. Und genau, dann kam ich irgendwann auf Al und habe dann seinen ganzen Blog quasi von vorne bis hinten gelesen. Und irgendwann kam ich dann zu so einem Punkt, wo ich dann halt/ also Freunde kamen dann auf mich zu und meinten: „Hast du einmal einen Plan für mich? Weißt du, wie ich irgendwie die Arme aufbaue oder keine Ahnung, mir ein Sixpack antrainiere?" Und dann kam ich halt irgendwann drauf: „Warum fragt mich das eigentlich jeder? Ich mache ja auch nur so ein bisschen etwas für mich Zuhause." Und dann dachte ich irgendwann: „Na ja, wenn das wirklich so ist, dass ich anscheinend ein kleines bisschen Ahnung habe", also oder zumindest hat das den Anschein gemacht, weil mich ja Leute danach fragen. Und ich fand Blogs immer cool, habe die immer gerne gelesen, das war so eine meiner Lieblingsfreizeitbeschäftigen, um sich weiterzubilden, irgendwie rum zu suchen im Internet nach Informationen, dachte ich: Warum nicht selber eine Informationsquelle sein? Und so habe ich dann mit meinem Blog angefangen. Habe dann irgendwann mir gesagt: „Okay, ich werde mir eine Domain registrieren." und habe einfach angefangen, mir - ich weiß nicht, was es damals war - irgendwie ein Word Dokument aufzumachen oder so und dann einfach zu sagen: „Okay, wenn du jetzt meinetwegen 20 Artikel runter schreiben kannst und genug Material hast, dann kannst du die veröffentlichen. So, dann kannst du anfangen damit und kannst die Stück für Stück mal ins Internet stellen und mal schauen, was das bringt, wer die liest." #00:08:45-0#
  • Ich lese die zum Beispiel. #00:08:48-0#
  • Das ist gut. #00:08:49-0#
  • Und ich habe eine Frage: Warum hast du deinen Blog in Englisch verfasst? Weil die meisten Blogs, die du gelesen hast, in Englisch waren, oder? #00:08:57-0#
  • Das war ein Hauptgrund, ja. Also ich mag halt die englische Sprache einfach zum Beschreiben von/ also einfach, wenn du so kleine Tutorials gibst oder kleine Anweisungen - du kannst einfach so schön einfach schreiben in Englisch, kannst deine Sätze schön knackig halten. Und mir war halt wichtig, dass ich damit möglichst viele Leute erreiche. Und ich denke, dass die meisten Menschen auf der Welt - oder na ja, ist vielleicht zu weit gegriffen - aber das ist halt so die Hauptamtssprache überall, ne? Und deswegen dachte ich, damit kann ich möglichst viele Leute erreichen. Habe das auch gerne so für mich als Tool benutzt, um auch einfach besser die Sprache zu können. Man ist ja auch gezwungen, sich da zu verbessern. Das war eigentlich der Hauptgrund. Und ich schreibe einfach lieber in Englisch als in Deutsch komischerweise. #00:09:44-0#
  • Ich verstehe das teilweise. Die meiste oder sehr viel der Literatur in dem Bereich also jetzt gerade Calisthenics, Kettlebell und so weiter ist sehr, sehr viel eben halt ursprünglich in Englisch und dann, wenn man dann eben halt anfängt, das wirklich jetzt alles ins Deutsche halten zu wollen, so wie ich das eben halt probiere, dann stellt man dann fest irgendwie: „Ah, das hört sich irgendwie doch blöd an auf Deutsch." oder: „Das ist"/ ja, also ich kenne die Schwierigkeiten und für mich ist das auch immer so eine Gratwanderung, wo ich dann eben halt sage: „Ja, okay, du hast einen deutschen Blog - schreibe ich jetzt immer ‚Kniebeuge oder ist ‚Squat schon so eingedeutscht, dass da jeder weiß, was er meint? Oder schreibe ich beides?" Ich mache meistens beides dann. #00:10:32-0#
  • Ja, also man kommt sich mittlerweile - also mir geht das so - ich komme mir so verkrampft vor, wenn ich „einbeinige Kniebeuge" sagen muss, wenn ich das aus dem Englischen holen will mit „Pistols" oder „Pistol Squat". Das ist so viel prägnanter. Na ja, man muss halt gucken, wen man damit erreichen will und wen man alles bedienen will als Publikum. #00:10:53-0#
  • Ja. Ich sage mal, wenn man jetzt den allgemeinen altruistischen Ansatz hat - so wie du - dann ist das natürlich gut mit Englisch, weil potentiell eben halt mehr Leute, die erreicht man, und viele in Deutschland, die können ja auch Englisch und das ist eben halt auch kein Problem. Und ich arbeite hier aber in Deutschland als Trainer und nicht als internationaler Trainer und deswegen bleibt bei mir das eben halt naturgemäß eben halt in Deutsch. #00:11:18-0#
  • Silvio Bauer:Ja, bei mir war die Motivation nie, das als Hauptgeschäft zu machen irgendwie. Also ich habe das eigentlich nur erst einmal gemacht aus Spaß an der Freude, weil ich das wirklich gerne gemacht habe. Das ist ja auch ein Werkzeug für einen selber, um auch seine eigenen Gedanken zu ordnen. Du weißt, du musst das jetzt für jemanden erklären, jemand anders als du selbst - oder für eine breite Masse - und du musst es möglichst so schreiben, dass es viele verstehen auf Anhieb. Und das trainiert einen einfach darauf, also das ist einfach so Training fürs eigene Gehirn, wirklich drüber nachzudenken. Und wenn man dann einmal etwas runter schreibt und versucht, das zu erklären, dann merkt man „Das macht gar keinen Sinn, wie du dir das denkst. Da musst du noch einmal genauer drüber nachdenken." Und wenn du deine eigenen Gedanken ordnest für Papier oder für den Bildschirm, dann denkst du auch viel klarer drüber und das motiviert einen auch. So ein bisschen du bist dann sozusagen/ also für meinen Blog bin ich so das Cover Model dann, um das vorzumachen und vorzutanzen. #00:12:18-0#
  • Ja, das passt ja auch gut. Also ich sage mal da hätte es deutlich schlechter kommen können, ne? #00:12:22-0#
  • Ach Frank Delventhal, jetzt werde ich rot. Na ja, und du musst das auch können dann halt. Wenn du sagst: „Hier, das sind die zehn Schritte für den einarmigen Liegestütz.", dann musst du auch besser den einarmigen Liegestütz dann können und vormachen können. Und das treibt einen auch immer selber an, ne? Weil ich will ja nicht immer nur über den gleichen Kram schreiben, ich will ja auch für neue Sachen Tutorials schreiben oder Artikel - und dann musst du halt auch dir neue Sachen aneignen, damit du wieder Schreibmaterial hast. #00:12:49-0#
  • Ja. Es ist an sich auch ganz gut: Wenn du etwas anderen Leuten beibringst, dann verinnerlicht man den Stoff besser und erreicht so auch - ja, wie soll ich sagen? - tiefere Einsicht, wenn man es anderen Leuten beibringt. Ich weiß, beim Aikido ist das zum Beispiel dann Verpflichtung, wenn man dann über den ersten Dan hinaus krabbeln will, dass man dann eben halt auch unterrichtet - und das hat auch seine Berechtigung. #00:13:16-0#
  • Absolut. Also mir hat das extrem viel gebracht. Nicht nur, dass man sich das selber beibringt, sondern auch, dass man so ein bisschen in Kontakt kommt mit anderen Leuten, zum Beispiel mit dir. Wir hätten uns ja nie kennengelernt, hätte ich nicht versucht, in die Blogosphäre da einzusteigen. #00:13:36-0#
  • Wie einfach hätte dein Leben sein können. #00:13:38-0#
  • Ja, das war tatsächlich mein erster Aha-Moment, dass das irgendwie funktioniert mit der Webseite. Wir sind ja beide da in der RKC und PCC Community unterwegs, und die haben ja auch einen Blog, den Al Kavadlo als Haupteditor oder Editor in Chief oder irgendwie so führt. Und dann habe ich irgendwann mal einen Kommentar unter einen Artikel drunter geschrieben: „Ja ich habe auch voll eine gute Idee." - so auf Englisch dann: - „Voll die gute Idee. Ich würde dir gerne einen Artikel schicken so als Vorschlag für einen Guest Blog hier auf dem PCC Blog." Damals war er für mich wie so ein Promi. Das sind diese Internetpersönlichkeiten, die man irgendwie gar nicht so, wenn man die nicht kennengelernt hat, einmal so zu fassen kriegt. Und dann hat er mir einfach geantwortet. Und das war für mich schon so ein bisschen „Uhuhuhu - der Al antwortet mir." #00:14:31-0#
  • Ja, der ist echt nett und sehr, sehr zugänglich. Man muss nur Verständnis haben, dass/ ich sage einmal die werden schon ziemlich bombardiert mit allem und die können nicht unbedingt immer auf allem reagieren. Aber doch, generell ist wirklich echt ein sehr netter Kerl. Also genauso wie Danny. #00:14:49-0#
  • Ja, und dann, genau, habe ich ihm den Artikel geschickt und er hat mir dann innerhalb/ also dann habe ich wirklich gesagt: „Okay, krass, der hat mir zugesagt - jetzt muss ich ja wirklich etwas Gutes machen draus." Und habe mich dann hingesetzt, habe dann glaube ich sechs Stunden lang an diesem Artikel noch gefeilt, der schon eigentlich fast fertig war, habe ihm den geschickt, und einen Tag später kam das dann wieder: „Ey, das ist total gut! Hier habe ich noch ein paar Anmerkungen." Also das war auch richtig super, dass man dann mal wirklich jemanden hat, der einem das gegenliest und einfach ein paar Verbesserungstipps gibt. Die habe ich ja sonst nicht. Sonst schreibe ich so für mich selbst und bin irgendwie drauf angewiesen, dass das irgendwie so passt. Ja, und da ging das so ein bisschen los mit Traffic für die Seite. Vorher - ich weiß nicht, wer das gelesen hat - ein paar Freunde waren aus Mitleid dann auf meiner Mailing-Liste. Und danach ging das so los, das waren dann die ersten tausend Besucher mal auf einmal. Und das war richtig cool. Und so kam ich dann auch irgendwann in die Community mit rein, ne? Dass dann Al mich noch weiterhin angeschrieben hat: „Hast du wieder einen Artikel für mich?" und irgendwann meinte er: „Hey, du musst aber auch einmal dein Zertifikat machen, dein PCC." Und damals war ich noch Student und meinte so: „Na ja, hm, das kann ich mir nicht so leisten. Und wäre schon cool, aber mache ich irgendwann später." Und er: „Ach, weißt du was? Wir managen da irgendetwas, dass du das für einen Studentenpreis kriegst." Und ja, an so Sachen kommt man gar nicht ran, wenn man sich nicht raus in die Welt schmeißt mit so/ #00:16:19-0#
  • Ja, das ist noch etwas Anderes, das ist ja nicht „raus schmeißen in die Welt." Du hast ja etwas für die Gemeinschaft getan. Und das ist etwas Anderes. Das ist so nach dem Motto: Dann hast du jemanden, der sagt: „Ey, hast du einmal drei Euro?", dann sagst du: „Was willst du denn, ey?" Und dann hast du jemanden, der hat dir bei irgendwelchen Sachen geholfen, ohne irgendetwas zu fragen oder so etwas, und dann kriegst du mit, dass der Hunger hat, und dann sagst du: „Hier, komm, lass einmal einen Burger essen." Ja? Das ist etwas total Anderes. #00:16:49-0#
  • Genau. Also mir ging es da auch gar nicht darum, dass ich um den Discount frage, das war einfach nur, dass man so ein bisschen aufgenommen wird in die Familie. Und das war eine super schöne Erfahrung. #00:16:58-0#
  • Ich glaube, weil du in Hamburg warst, habe ICH dich dann angeschrieben oder irgendetwas in der Richtung war das, ne? #00:17:04-0#
  • Genau. Oder wie war denn das? Genau, du hast einen Kommentar drunter geschrieben, irgendwie dass du es gut findest und noch ein bisschen etwas von dir dazu, noch ein bisschen Senf dazu gegeben. Und dann habe ich gesagt: „Ah, du bist doch der Frank Delventhal aus Hamburg." Ich habe dich nämlich glaube ich schon einmal irgendwie gefunden irgendwie bei einer Suche nach einem AKC-Trainer oder irgendwie so etwas. War mir das so dämmerlich bewusst, dass du ein Hamburger bist. Und dann kamen wir damit irgendwie in Kontakt. #00:17:32-0#
  • Ja, hatte ich ja auch mal das Glück, dass er sich eben halt auch getraut hat, zu mir zur Kettlebell zu kommen, um einen Anfängerkurs eben halt mitzumachen. Und das ist eben halt sehr gut. Und weswegen ich Silvio eben halt auch mithabe, ist, weil er eben halt so auch so ein bisschen über den Tellerrand guckt. Also jetzt nicht nur Calisthenics, nicht nur Kettlebell, sondern sich rundherum so ein bisschen interessiert: Wie kann ich mich trainieren? Und dann eben halt auch die Sachen intensiver ausprobiert und nicht irgendwie einmal ein YouTube Video anguckt „Kettlebell Swing in drei Minuten" und sagt: „Ah, das mache ich ja schon." #00:18:14-0#
  • Ja. Also erst einmal, als wir uns kennengelernt haben, war ich noch ein bisschen bornierter. Da habe ich gedacht „Nein. Das ist ja auch so ein kleines bisschen die Dogma, die Al Kavadlo so rausgibt: „Du brauchst nichts Anderes außer deinem eigenen Körper." Also so ein bisschen geht er immer da hin: „Du brauchst nichts Anderes." Und er sagt ja auch von sich selber immer: „Ich mache auch nichts Anderes." #00:18:37-0#
  • Ja, ich glaube, da wird er oft missverstanden. Er sagt: „Du brauchst nichts Weiteres - es ist aber auch nicht schlimm." Und er sagt: „Ich mache eben halt nur das, weil mir das am meisten Spaß bringt." Also das kriegen die Leute leicht in den falschen Hals. #00:19:50-0#
  • Genau. Also wollte ich auch gar nicht kritisieren, ist auch/ Und so war das für mich auch immer so ein bisschen ein Mantra: „Ich will gar nichts anderes." Weil das war am Anfang so ein bisschen eine kleine Religion dann irgendwann, ne? Wenn du dich da dann reinsteigerst und viel selber drüber schreibst und liest und so weiter. Und irgendwann, also auch, als du mir dann/ Ich war ja dann bei deinem Einsteigerseminar erst einmal, und da hast du Turkish Get-ups und Kettlebell Swings gezeigt und das hat auch alles Spaß gemacht, und ich habe so gedacht: „Na ja, hat jetzt einmal Spaß gemacht, aber brauche ich jetzt nicht unbedingt für die Zukunft." Ich weiß gar nicht, warum ich dann irgendwann draufgekommen bin, dass ich es doch brauche. Es fing bei mir dann an, dass ich unbedingt mal wieder irgendetwas Schweres in die Hand nehmen will. Irgendwann war dann das, keine Ahnung, so einseitig so. Ich glaube, dass also viele Leute verrennen sich dann auch zu sehr in eine Methodik. Und ich glaube, das wichtigste, um den Sport zu finden, der dir selber viel bringt - und das ist der, den du eben machst - das ist das allerwichtigste. Dass man das regelmäßig macht und Spaß dabei hat, hat auch so ein bisschen etwas damit zu tun, wie du von deinem Nervensystem drauf bist. Also was du für deinen Körper brauchst, was sich bei dir gut anfühlt. Für mich fühlt sich gut an, etwas Schweres zu heben. Und auch Calisthenics, das ist immer noch ein großer Teil von meinem Training. Ich mache immer noch viel alles, was mit Klimmzügen und einbeinigen Kniebeugen und Liegestützen und alles zu tun hat. Mache ich auch noch viel. Nur ganz oft mische ich dann etwas mit der Kettlebell dazu. Dann will ich Swings dazwischen machen, dann binde ich mir vielleicht einmal die Kettlebell um und mache damit Klimmzüge, um das mit Gewicht zu machen. Und das ist dann so ein kleines Enhancement, also so ein bisschen noch einmal oben drauf gestellt - ein Baustein, der dazu kommt einfach. #00:20:43-0#
  • Ja. Es gibt auch ein paar Sachen, ich finde die sind eine super Ergänzung. Und zwar baue ich in letzter Zeit eben halt wieder sehr, sehr viele Brücken ein, also zum Kettlebell Training, weil das eben halt eine Bewegung ist, die mir gut tut und ich bei einigen Feeds of Strength eben halt einen sehr, sehr starken Nacken brauche. Und deswegen mache ich dann eben halt, ja, wir sagen immer fortgeschrittene Variationen der Wrestlers Bridge, also wo ich nur über den Nacken sozusagen in die Brücke immer rein und rausgehe. Und eben halt auch die sogenannte Front Bridge - ich weiß nicht gibt es dafür einen deutschen Namen? #00:21:22-0#
  • Front Bridge. Beschreibe einmal kurz. #00:21:25-0#
  • Du gehst in eine Art Liegestütze-Position, Hände auf dem Rücken, und du gehst mit der Schädelplatte sozusagen/ du bist leicht gebogen, dass du die Schädelplatte wirklich auf den Boden kriegst und da mit drauf bist, dass du so eine Brücke überspannst. Und dann nickst du eben halt so, dass du auf die Stirn kommst, nickst zurück, dass du auf die Frontschädelplatte, also auf die obere Schädelplatte sozusagen kommst, und rotierst dann zur linken und zur rechten Seite und dann sozusagen wieder zurück in die Ausgangsposition. Das wäre jetzt eins. Und bitte, bitte macht das nicht nach, wenn ihr mit Vorarbeit schon einen stabilen Nacken habt. Ja? Das ist wirklich so eine Übung für Ringer und Wrestler. Und die ist gut, hat auch definitiv seinen Wert in einem gesteigerten Fallschutz, also weil ihr euch wesentlich besser im Nacken stabilisieren könnt. Aber bitte, bitte, nicht da gleich zu hinspringen und sagen: „Oh, Google ich nach und das mache ich jetzt auch sofort." - langsam drauf hinarbeiten. #00:22:41-0#
  • Das ist sowieso auch ein guter Punkt. Wenn du überlegst: Welche Übungen sind für dich die/ die bringen dir das beste Verhältnis von Risiko und Belohnung? Ne? Also dieses man kann ja jetzt viele Kunststücke machen oder so. Ich war auch mal eine Zeit lang - oder na, für einen Monat war das - war ich einmal in einer Crossfit-Box, einfach einmal, um es zu probieren, um zu gucken: Was ist das eigentlich alles? Und ist es gerechtfertigt, dass wir uns drüber lustig machen in unserer Kettlebell Community? #00:23:11-0#
  • Ah, nein, nein, nein. Jeder in der Kettlebell Community sagt ja auch: Es kommt echt auf den Lehrer an. Und wie bei jedem Sport hast du Leute, die gut sind, du hast ambitionierte Athleten, du hast inspirierende und gute Trainer, und du hast eben halt auch Vollpfosten. #00:23:32-0#
  • Ja. Also ich kann jetzt nicht behaupten, dass das Vollpfosten waren. Aber du hast einfach: So ein gewisses Grunddogma kommt halt mit diesen Mainstream Fitness Trends halt mit sich. Ne? Das sind da diese neuen Grundübungen. Und da geht es halt oft darum, bei Crossfit, sich möglichst schnell kaputt zu machen. Und wie du wieder selber als Trainer weißt: Das ist super einfach. #00:23:45-0#
  • Ja, das ist total einfach. Gehst du einfach zu der falschen Person hin, bringst einen dummen Spruch, wirst sofort kaputt gemacht. #00:24:02-0#
  • Aber was ich meine ist halt, dass du anfängst ein rotes Gesicht zu kriegen und viel zu atmen und eine hohe Herzfrequenz. Und das kriegst du relativ schnell hin mit Swings und Krabbeln oder so zum Beispiel. Ne? Das war halt da das Ziel überhaupt: Dass man schwitzend kaputt am Boden liegt. Und auch so Sachen wie/ was ich ganz oft da machen musste, ist, meine Form beim Training zu missachten. Die haben zum Beispiel Burpees war angesagt, und ich habe halt ne, ganz strikt, Liegestütz-strikt, von Kopf bis Fuß halt stramme Haltung, und dann ordentlich in den Squat rein springen und ganz hoch springen. Und alle anderen haben das um mich rum halt so raus geiert. Ne? Also ein bisschen so wie so eine/ #00:24:47-0#
  • Ja, sonst kommst du halt auch nicht auf die Stückzahlen, die sie haben wollen. Und da kein Qualitätsmaßstab angelegt wird, wo gesagt wird so nach dem Motto: „Ein schlechter - zwei werden dir abgezogen." #00:24:58-0#
  • Oder Box Jumps wurden gezeigt. Und ich war da gerade noch - ich glaube, das war mein erster Tag dort - und habe gemeint, ob ich die auch machen darf mit einer höheren Box oder so. Und dann meinte er: „Ja, hm, weiß ich nicht. Ich weiß ja nicht, was du so kannst. Zeig doch einmal, wie machst denn du die?" Und dann bin ich auf diese Box rauf gesprungen, ohne dass man das gehört hat. Also machst du die Augen zu, hättest du nicht gewusst, dass ich jetzt gesprungen bin. #00:25:22-0#
  • Ja, so ist richtig. Gelenke schonend. Also gerade wenn du älter bist. #00:25:25-0#
  • Dachte ich mir auch. Und er: „Ui, wie eine Raubkatze machst du das ja." Und alle anderen haben es so/ also er hat dann das vorgemacht, wie er das immer macht: Also rein stampfen und wieder runterspringen. Und gerade durch das runterspringen von der Box machst du dir halt so viel unnötig Stress auf die Knie und auf die Sprunggelenke - und das bringt dir gar nichts. Also das kannst du alles machen und du bist nachher total kaputt und kannst dich gut fühlen, weil du dir es so sehr gegeben hast - aber vor allen Dingen hast du es deinen Gelenken gegeben und nicht deinen Muskeln. Und das ist so ein bisschen schade, dass das da so raus propagiert wird. Und viel sinnvoller wäre zum Beispiel: Hochspringen und wieder mit einem Bein runtergehen von der Box und wieder hochspringen. Box Jumps oder auf so eine Box raufspringen mit beiden Beinen - das ist keine Übung, um sich fertig zu machen, um Kondition zu trainieren. Dafür sind Kettlebell Swings schön. Dieses Springen ist einfach eine Explosivitätsübung. Das macht man zehn Mal mit Pause zwischendrin und einmal volles Karacho hochspringen und sanft aufkommen. Und für nichts weiter, finde ich, ist das gut. Und da muss man halt immer überlegen: Für was mache ich die Übung und lohnt sich das Risiko, was ich auf mich nehme? #00:26:38-0#
  • Klar. Das hatten wir schon im Vorgespräch, und zwar mein Papa ist ein bisschen älter und baut eben halt leider mittlerweile eben halt ziemlich ab, eben halt körperlich und geistig. Und ja, ich sage einmal vor 40, dann ist das eigentlich mehr, dass du mehr so Beachbody haben willst oder so etwas. Und wenn du dann eben halt auch mit solchen Sachen in der Familie konfrontiert bist, dann sagt man sich dann eben halt auch so: Okay, das ist zwar alles schön und gut - und ich bin auch definitiv ein Freund der extremen Kraft - aber nach und nach verschiebt sich dann eben halt auch doch so ein bisschen die Trainingsperspektive, weil ich möchte nicht nur stark sein, ich möchte möglichst lange wirklich gesund sein, geistig fit sein, mit 100 noch sage ich einmal einen guten Squat hinlegen mit 120 Kilo oder so etwas in dieser Richtung - Stone Lifting Overhead Press. Und dann möchte ich bitte, dass meine Systeme auf einmal versagen, ohne großes Leiden. Einfach Stecker raus und das war es dann. Also das ist so mein Ziel. #00:27:43-0#
  • Ja das ist dieses Strongman Mantra, was man von Jack LaLanne, sagt dir bestimmt etwas. Das ist auch so eine amerikanische Fitness Ikone, der dann/ ja, was hat der gemacht? Irgendwo von Alcatraz rüber in San Francisco ans Ufer geschwommen mit noch irgendwie einem Boot dran und noch Gewichten drauf und nur mit einem Arm. Also das war der richtige Übertreiber. Aber der hat das noch mit 70 Jahren gemacht und der war auch noch mit 90 topfit. Und ist dann halt einfach irgendwann gestorben. So ohne große Beschwerden. Und das ist eigentlich das, was ich mir auch wünschen würde. Dass man irgendwann ein schönes, hohes Alter erreicht, und irgendwann einfach umkippt. #00:28:24-0#
  • Ja. Da gibt es noch ein anderes gutes Beispiel: Joseph E. Greenstein, the Mighty Atom, ein - ja, wie soll ich sagen? - Strongman, der die meisten Feeds of Strength, die wir mittlerweile sehen, dann eben halt mitgemacht hat, perfektioniert hat, teilweise auch mit entwickelt hat. Und der hat auch bis ins hohe Alter seine Shows gemacht. Also auch mit weit über 70. Und der ist dann eben halt auch einfach gestorben. Aber der hat sich sein ganzes Leben lang beschäftigt mit Ernährung, Lebensweise und Krafttraining. #00:29:05-0#
  • Also ich bin ja jetzt erst 27, aber auch da merkt man schon, dass man nicht mehr so schnelle Regenerationszeiten hat wie ein 19-Jähriger, wo man einfach sich das fünf bis sechs Mal die Woche geben kann im Fitness Studio und nächste Woche wieder auftaucht und topfit ist. Mittlerweile - ich hatte auch schon jetzt Verletzungen, hatte eine Schulter Impingement, das ist eine Reizung in der Sehne im Schultergelenk. Und das ist super nervig, weil also du kannst dich immer noch ganz normal bewegen und mit einer kleinen Mobilitätsrestriktion. Die hast du schon, weil dein Körper merkt: „Okay, das tut weh. Da gebe ich dir jetzt nicht mehr so viel Power und nicht mehr so viel Mobilität. Da machst du jetzt mal bitte nichts mehr." Und das ist so nervig, weil du musst halt das ruhig halten. Dann war ich bei der Physiotherapie, das hat auch richtig geholfen. Aber einfach/ also ich denke einmal das, dass man regelmäßig was macht, ist ein Punkt, dass die Fitness Routine funktioniert für dich, dass du sie gerne und oft machst - und dass du sie auch gerne und oft machen KANNST. Also dass du nicht irgendwie Pausen machen musst, weil du irgendetwas Dummes gemacht hast, irgendwie eine Übung gemacht hast, die eigentlich für den Zirkus gedacht ist und nicht fürs Training. #00:30:16-0#
  • Ja, danke, dass du das sagst. Ich fühle mich auch überhaupt nicht angesprochen. Nein. Es ist wirklich so: Es ist völlig okay, an seine Leistungsgrenzen zu gehen. Das mache ich auch oft. Aber nicht wöchentlich. Ne? Sondern die Sachen, die ich mache, sind mittlerweile über die Jahre für jemanden, der das nicht über Jahre macht, extrem. Aber für mich sind sie eben halt ein anstrengendes Workout, aber nichts, wo ich sage so: „Ah, da habe ich mich umgebracht." Ja? Dazu habe ich nämlich keine Lust. A) habe ich eine Familie, die ich sehr schätze und liebe, also insofern möchte ich für die auch fit sein. Und die andere Sache ist: Wenn ich mich nicht total alle mache, dann kann ich man nächsten Tag wieder trainieren. Und ich muss auch nicht notwendigerweise so lange trainieren. Ich bin dann eher ein Freund davon, wenn ich mir die Zeiten komplett aussuchen kann, dann bin ich mehr ein Freund davon, der sagt: „Okay, fünf bis zehn Minuten Mobility, dann 20 Minuten Krafttraining - und das jeden Tag." Und das bringt dich viel weiter, als wenn du zweimal die Woche zwei Stunden trainierst. #00:31:28-0#
  • Dieses Muster ist auch genau das, was bei mir richtig gut funktioniert. Ne? Also einmal ist es halt so ein bisschen/ mittlerweile ist es bei mir so, als hätte man sich seinen eigenen Bat Cave gebaut. Also wie Batman sich seine Höhle gebaut hat, so, dass er alles da hat, alles, was er braucht, um seine Missionen auszuführen - so ist das bei mir im Training. Also ich könnte jetzt im Park rennen oder in ein Fitness Studio, was 20 Minuten von mir entfernt ist, wo ich extra noch einmal Duschzeug mitnehmen muss und mir die Tasche packen und dann muss ich da noch einmal einen Umweg nehmen von meiner Arbeitsstelle. Und so komme ich nach Hause, hüpfe in eine Trainingshose. Und ich habe da meine Klimmzugstange, die an der Wand montiert ist, ich habe meine Kettlebells, ich habe mir selber einmal (Pallets? #00:32:12-0#) zusammengebastelt. Hier habe ich mir von Ken abgeschaut. #00:32:16-0#
  • Ja. Hey, den können wir einmal grüßen: Ey, viele Grüße an Ken. Du weißt schon, dass du gemeint bist. Also der Schrauber unseres Vertrauens. #00:32:25-0#
  • Ja. Und was habe ich noch Zuhause? Ein paar Bänder, einfach so für kleinere Mobilitätsübungen. #00:32:34-0#
  • Ja, Bänder bin ich auch ein großer Freund von geworden. Also gerade für meine Schultergeschichten. Also da sind// #00:32:39-0#
  • Genau. #00:32:39-0#
  • Frank Delventhal:// schöne Sachen dabei. #00:32:40-0#
  • Und das ist eigentlich alles, was ich brauche. Und eigentlich immer, wenn ich in ein Fitness Studio gehe, suche ich genau nach den Sachen. Und meistens gibt es da halt nur irgendwie 20 Kilo Kettlebells, womit ich nichts mehr anfangen kann groß. Und Klimmzugstangen sind auch nur irgendwie verbaut in irgendeinem Reck, wo du schlecht drankommst und was zu niedrig ist und wo du nichts richtig mit anfangen kannst. Und dann hast du diese Fleischbeschauung. Manche mögen das, sich zu präsentieren beim Training. Und auch wenn ich jetzt von mir sagen würde ich habe ein bisschen etwas drauf: Ich will das gar nicht immer allen zeigen und ich möchte eigentlich meine Ruhe haben und nach Hause kommen, mein Training durchziehen. Und das war es dann aber eigentlich auch schon. Also Training ist jetzt nicht mein Leben. Ich mache das an Tagen, wo ich viel Energie habe und richtig Bock drauf habe, mache ich eine Stunde. Und wenn ich einmal sage: „Boah, ich muss noch nachher irgendwo hin. Ich habe mich verabredet mit Freunden oder mit meiner Freundin" - und hier schöne Grüße übrigens - und dann sage ich mir ah, okay, dann nehme ich jetzt eine Kettlebell und mache irgendwie ein Training, was ich von Dan John zum Beispiel habe: Zehn Swings, zehn Liegestütze, zehn Squats und dann zehn Swings, neun Liegestütze, neun Squats und so weiter, bis du auf eins runter bist. Und das habe ich dann in 15 Minuten runter geballert, habe danach ein super Workout gehabt, habe am nächsten Tag bestimmt irgendwie ein bisschen Muskelkater. Das reicht mir dann auch für den Tag, wenn es wirklich nicht anders ging. #00:34:05-0#
  • Hast du Muskelkater oder sind deine Energiereserven noch nicht ganz auf dem Level? Weil ich denke mal: Meistens wird es falsch genannt. Ich glaube nicht, dass du Muskelkater hast, ich glaube, dass deine Energiereserven noch nicht auf hundert Prozent sind. Was ein großer Unterschied ist. #00:34:20-0#
  • Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Muskelkater ist. #00:34:23-0#
  • Echt? #00:34:23-0#
  • Ja. #00:34:23-0#
  • Okay. #00:34:24-0#
  • Den kriege ich immer noch relativ häufig vom Training. #00:34:26-0#
  • Okay. Echt? Echt? #00:34:26-0#
  • Ja, ja. #00:34:27-0#
  • Alter, schlimm. #00:34:27-0#
  • Ja, ja. #00:34:28-0#
  • Okay. Weil bei mir ist das mittlerweile so: Ich kriege vielleicht einmal im Jahr Muskelkater, und dann weiß ich schon vorher, dass ich es übertreibe. Weißt du? Bevor ich das Training angehe. #00:34:38-0#
  • Nein, bei mir ist das relativ rasch und immer so. #00:34:40-0#
  • Echt? #00:34:41-0#
  • Ja, ja. #00:34:41-0#
  • Okay. #00:34:42-0#
  • Ich denke, das ist etwas Genetisches, dass manche halt eher dazu neigen und andere nicht. Genau, aber meistens mache ich das auch so, wie du das gesagt hast: Ich nehme mir Zuhause einen Timer und sage mir okay, ich will Oberkörper, Unterkörper, Zug, Druck. Dann will ich davor noch ein bisschen Mobilitätsübungen machen, das ist meistens Großteil Turkish Get-Up und dann so ein bisschen Hüftkreisen und so ein Kram. #00:35:04-0#
  • Shake it, Baby. Shake it. #00:35:06-0#
  • Ja. Und danach ist es meistens entweder irgendwie eine Conditioning, also eine Ausdauersache mit irgendwie noch mal ganz vielen Swings in möglichst kurzer Zeit oder Loaded Carries, also wer es kennt: Die Kettlebell einfach im Zimmer ein bisschen rumtragen. Da ist das Zimmer noch groß genug für. Oder, was ich letztens entdeckt habe, was ganz cool ist, was ich auch früher viel verlacht habe, ist so ein bisschen pumpen. Das klingt jetzt erst einmal stupide, aber es hat mir super viel bei meiner Schulterverletzung geholfen. Ne? Ich kann da nicht wirklich viel Druck draufgeben, so eine Military Press mit der Kettlebell macht da nicht so viel Sinn, das tut nur weh und macht es schlimmer. Also habe ich mir die Bänder genommen und mache so etwas wie Seitheben oder Frontheben, einfach mit den Bändern. Und irgendwann merkst du dann: Okay, das pumpt sich mit Blut voll, der ganze Muskel, und man fühlt sich danach einfach so ein bisschen/ also es fühlt sich sicherer, so wie ein kleines Sicherheitspolster. Und ich bin der Meinung: Gerade dadurch, dass du halt viele Wiederholungen machst, kommt halt Blut gerade in die Bereiche, wo sonst keins hinkommt. Eben da, wo du dein Weichgewebe hast wie die Sehnen und Gelenke. Und damit das abheilt, muss da halt irgendwie Blut durchgespült werden. Und das hat mir glaube ich viel geholfen in der Reha bei meiner Schulterverletzung. #00:36:30-0#
  • Du kannst - das ist in einem Buch beschrieben, was ich auch jedem einmal empfehlen kann, es ist aber nur in Englisch da, von Logan Christopher „Mental Muscle: How to Use the Full Power of Your Mind to Develop Superhuman Strength" - man kann sich eben halt auch, sage ich mal, darauf - sage ich einmal, selbst hypnotisieren, dass gewisse Bereiche im Körper stärker durchblutet werden. Und das Beispiel, was er eben halt hatte: Dass man sich eben halt lange Zeit - oder einige Zeit - vorher sagt sozusagen „Meine Hände werden stark durchblutet. Meine Hände werden stark durchblutet. Das ganze Blut sammelt sich in den Händen." und so weiter, und damit auf einmal einen stärkeren Gripper closen kann. (unv. #00:37:08-0#). #00:37:08-0#
  • Und das funktioniert? #00:37:09-0#
  • Ja. #00:37:09-0#
  • Hast du es schon probiert? #00:37:10-0#
  • Ich habe es bei manchen Sachen schon probiert. Es ist keine Wunderwaffe. Aber gerade, wenn du sozusagen kurz davor bist, irgendetwas zu schließen, es aber noch nicht so ganz klappt, dann kannst du mit Geist und hinein versetzen wesentlich mehr erreichen. Also da geht eine ganze Menge mehr. Und das lustige ist: DAS KANN MAN AUCH ÜBEN. Also man kann auch üben, stärker an diese - sage ich mal - bewusst gesetzten, ja, mentalen Reize zu glauben. Und es funktioniert dann besser für einen. Ne? Also und da ist ja auch nichts Schlimmes bei. Das ist ja keine Steroide, nur weil ich mir einrede ich kann das besser und gewisse Vorstellungen helfen einen eben halt. #00:37:54-0#
  • Ja, das kennst du ja aus dem Power Lifting, wenn dann Leute sich ins Gesicht klatschen, Riechsalz nehmen und sich einmal vorher aufpumpen und sich anschreien und dann fängt man an, die ganz, ganz schweren Gewichte zu heben. Das ist jetzt nicht das, was ich erstrebenswert finde, aber das hat natürlich auch diesen mentalen Anteil. Das ist auch oft so, wenn ich - also ich trainiere ja meistens nach der Arbeit, und wenn man halt einen guten Tag hatte und man fühlt sich gut, man kommt nach Hause, dann hat man manchmal dieses Paradox: Dann fühlt man sich irgendwie ganz schlapp komischerweise. Und wenn man einen schlechten Tag hatte und so ein bisschen sich die Aggressionen gestaut haben, fängt man auf einmal an, zu trainieren und denkt sich „Boah, heute geht es gut." #00:38:38-0#
  • Ich finde Training hat definitiv auch so einen heilenden, geistigen Aspekt. Das glaube ich mal liegt teilweise daran, dass man dann eben halt sagt so nach dem Motto: „Tag war scheiße - jetzt nehme ich das Training einmal so auseinander" und wird dann eben halt auch seinen Frust los und ist danach wieder ruhiger. Ja, kenne ich auch. Kenne ich auch. Und an manchen Tagen merke ich - ob die gut oder schlecht gelaufen sind - aber ah, mit bewegen und ah, irgendwie heute nicht. Und dann sage ich mir immer: „Okay, komm, fängst du an, machst du ein bisschen Mobility." Und an manchen wird das Training dann noch richtig geil und an manchen Tagen merke ich: „Nein, das war es.", duschen, essen. #00:39:25-0#
  • Ja. Und das ist glaube ich auch so einer der Schlüssel: Dass man die Emotionen raus nimmt aus dem Training und nicht sagt „Boah, heute habe ich versagt." Weil solange man sich bewegt hat, hat man eigentlich schon gewonnen. Und irgendwann kommt der Tag wieder, wo man dann gut drauf ist und ein bisschen mehr macht und motivierter ist. Und das ist auch der Leitsatz von Max Shank. Finde ich auch richtig super mit seinem Five-Minute-Flow. Das ist ja jetzt auch eine richtige Bewegung geworden. #00:39:56-0#
  • Ja, ist ja auch super. Bin ich auch ein ganz, ganz großer Freund von. #00:40:00-0#
  • Und sein Mantra ist ja/ also er ist ja eigentlich ein ziemlich starker Typ, ne? Also der kann ja Sachen großartig so, keine Ahnung: 200 Kilo Kreuzheben und danach nochmal schnell einen Backflip und dann nochmal Kreuzheben und noch einmal einen Backflip. Also der kann die schlimmsten Sachen. Und gleichzeitig macht er einen auf Yogi mit seinem Flow und sagt auch selber meistens macht er nur das und irgendwann entwickelt sich der Flow im Training, in irgendeiner Form von Training. Und dann hat er halt so zwei bis vier Tage, wo er schwer trainiert in der Woche, und ansonsten macht er halt immer nur das. Also der ist ja auch schon so weit gereift, früher hat er es sich glaube ich auch ein bisschen mehr gegeben mit irgendwelchen Conditioning Workouts und Hauptsache irgendwie schwer. Ich denke, der ist auch mittlerweile dahin gereift, dass er sagt: „Das reicht mir, wenn ich mich gut bewegen kann, wenn ich meine Kraft auch in allen Bewegungsvektoren ausnutzen kann." #00:40:59-0#
  • Ja, ich denke einmal, er ist ja eben halt auch ein sehr, sehr guter Trainer, wo viele Leute darunter eben halt auch trainieren und lernen möchten. Und oft ist das so, dass viele Klienten nicht unbedingt jetzt als Ziel haben: „Ey, ich will jetzt" - keine Ahnung - „an Wettbewerb XY teilnehmen." Die haben einfach ein akutes Problem und möchten einfach ein besseres Leben. So. Und da kümmert man sich dann eben halt drum. Und das lustige ist, wenn man sich als Trainer um solche Leute dann eben halt mit ihren Alltagsproblemen also kümmert - also ohne das schmalreden zu wollen eben halt, wenn einen irgendetwas belastet oder weh tut oder irgendetwas in diese Richtung - dann hört sich das natürlich nicht so sexy an wie: „Ich will an der Weltmeisterschaft teilnehmen." Aber für die Leute ist teilweise die Motivation mindestens genauso groß von: „Ich will keine Schmerzen haben." wie derjenige, der sagt: „Ich will jetzt auf dem Siegertreppchen stehen." #00:41:55-0#
  • Ist glaube ich auch als Trainer viel herausfordernder, ne? Also wenn du einen Goldmedaillenanwärter hast - dem musst du keine Motivation einprügeln, die hat er schon. #00:42:05-0#
  • Ja, frei nach Dan John: „Can you go?" #00:42:09-0#
  • Ganz genau. Und das ist gerade glaube ich der Punkt, warum so viele gute Trainer ansetzen bei Performance und sagen: „Na ja, wir gucken jetzt nicht mehr drauf, ob dein Hüftgold jetzt weniger geworden ist, sondern ich möchte, dass du schaffst, drei Klimmzüge zu machen." oder irgendetwas in die Richtung. Dass man jemanden wegholt von seinem Vanity Problem. Das ist ja das meistens. Meistens ist es ja das Ziel von Leuten, wenn die ins Fitness Studio gehen, besser auszusehen. Da braucht man sich ja auch nichts vormachen. 80, 90 Prozent der Leute gehen deswegen hin. #00:42:46-0#
  • Das ist völlig legitim. Also bei der sexuellen Auswahl, dann soll das eben halt nicht so laufen wie damals beim Völkerball, wo man dann als Letzter ins Team gewählt worden ist, meinst du. #00:42:54-0#
  • Ganz genau. Und ich denke, damit kommt man halt nicht weit, wenn man das sich immer nur zum Ziel macht. Es gibt manche, die sind dann halt auch obsessiv, das sind dann die, die halt ihre Spiegelfotos auf Instagram hochladen mit ihrem Babykopf-großen Bizeps. Das ist dann für die halt ihr Leben. Und für die meisten geht es aber darum, irgendwie das in Einklang zu bringen mit dem Rest des Lebens. Und da denke ich, ist einfach er beste Ansatz, zu sagen: „Okay, ich vergesse jetzt einmal mein Ziel." Und so ging es mir auch ganz oft in den letzten Jahren beim Training. Wenn ich mich einmal nicht darauf konzentriere, was ich jetzt als nächstes schaffe - sei es irgendwie, keine Ahnung, abzunehmen, zuzunehmen, was auch immer man macht, um seinen Körper aufzubauen - sondern einfach einmal sagt: „In fünf Wochen will ich es schaffen, dass ich den Turkish Get-Up mit 32 Kilo kann." oder irgendwie so etwas. Und man trainiert dann einfach nur vor sich hin, macht das, legt die Kettlebell danach ab und geht nach Hause. Oder wenn man schon Zuhause ist geht man halt in die Küche und macht sich Abendbrot. Und irgendwann hat man sein Ziel erreicht und alle anderen Ziele folgen irgendwie automatisch. #00:44:05-0#
  • Ja. Ich finde das auch ganz angenehm, NICHT immer auf ein Ziel hin zu trainieren. Also okay, mit dem Feed of Strength muss ich mindestens einen Tag exklusiv dafür trainieren und ich sage einmal an drei anderen Tagen eben halt mache ich ein bisschen etwas, also allein schon, damit die Hände konditioniert bleiben, weil die werden sonst zu empfindlich, die Hände, für das, was man da eben halt macht. Aber ich habe auch ein, zwei Spieltage in der Woche, wo ich dann einfach primär Calisthenics Übungen mache, Mobility Übungen, einfach was geht, was fällt einem irgendwie noch ein. Und also ich sage einmal: Wenn man das Ganze zu ernst betreibt, dann bleibt der Spaß auf der Strecke. Und das ist nicht zielführend. Spaß muss erhalten bleiben. #00:44:55-0#
  • Ja. Bei mir ist das meistens, weil ich halt so ein kleiner Fitness Nerd bin: Also ich könnte den Tag damit verbringen, irgendwelche Fitness Programme zu durchforsten und zu gucken, die Dan John seine Programme aufzieht oder (Name. Pavel? #00:45:10-0#) oder Max Shank. Und davon muss man auch glaube ich wegkommen, dass man dieses Program Hopping macht, also immer wieder etwas Anderes ausprobieren. Ja, Spaß ist dann, wenn ich dann vor meinem Training mir meine Übungen raussuche, ne? Dass man so eine generelle Kategorisierung hat, ne? „Oberkörper Zug mache ich heute. Einmal einfach nur rudern. Und dafür mache ich aber einbeinige Kniebeuge mit einem Gewicht dazu.", so dass man immer so ein bisschen das paart und so diesen kleinen Spaßfaktor hat „Oh, ich mache heute/ ich freue mich halt auf diese Übung." Und da finde ich gerade dieses Template, dieses Trainingsmuster, dass man verschiedene Kategorien hat, und solange ich meine Kategorien abgedeckt habe mit verschiedenen Bewegungen, bin ich gut und komme auch weiter in meinem Training und habe ein ausgeglichenes Training, und kann aber gleichzeitig so ein bisschen abwechseln und mir mal so ein bisschen Spaß reinholen, indem ich einfach neue Übungen ausprobiere oder neue Übungen, die ich lange nicht mehr gemacht habe, wieder reinhole. #00:46:08-0#
  • Genau. Es gibt eben halt aber auch so ein paar Sachen, wo man dann eben halt durch sage ich einmal leichte Variation und Auswahl so ein bisschen etwas für seine Gesundheit tun kann. Ich habe zum Beispiel Probleme, wenn ich viel Handstandtraining mache, mit den Schultern. Allerdings wenn ich sage ich mal Doppel Kettlebell Press mitmache, dann ist das nicht so ganz so fordernd für meine Schultern. Also da gibt es durchaus sozusagen ähnliche, sage ich mal, Kraftmuster, wo man dann eben halt doch auch genügend Unterschiede hat, so dass die sich eben halt nicht gegenseitig unbedingt kaputt machen. Ne? Also Kettlebell Press geht nach oben, da drücke ich nach oben. Und ja, wenn ich auf dem Kopf stehe und dann Handstand mache, dann drücke ich ja genaugenommen nach unten. Also insofern ein bisschen Varianz, aber beides sind eben halt Druckübungen. #00:46:59-0#
  • Ja, das ist dieser same-but-different, gleich-aber-anders Ansatz. Also die einfachste Methode bei mir Zuhause ist an der Klimmzugstange. Ich habe so eine, wie du hier auch da hast. Also da geht einmal nach links und rechts die Stange raus, dann noch einmal von einem weg in einem engeren Griff, und noch einmal zu einem hinzeigend noch einmal zwei weitere Griffe. Da habe ich auch auf Instagram ein Video. Das Workout geht dann folgendermaßen: Du machst fünf Klimmzüge und danach machst du gleich/ oder nein, das Ziel war, genau, 25 Klimmzüge zu schaffen. Und immer, wenn du wieder absetzen musst - also die wenigsten können einfach so von vornherein 25 Klimmzüge am Stück - und immer, wenn du wieder runter musst von der Stange, nimmst du dir Kettlebells und machst zum Beispiel (unv. #00:47:39-0#) Squats - oder wenn du keine hast, dann machst du einfach nur Kniebeuge mit deinem Körpergewicht - und machst dann halt dann 20. Dann hast du mal eine kleine Pause sozusagen für deine Arme und dann geht es gleich weiter. Und dann wechsle ich immer so ein bisschen ab, nehme ich immer andere Griffe. Und das fühlt sich auch für meine Ellbogen, für meine Schultern gut an, wenn man immer so eine kleine Abwechslung drin hat. Man macht zwar das gleiche Grundbewegungsmuster, aber die Gelenke sind immer wieder in anderen Positionen, so dass du die auch eben schonst. #00:48:08-0#
  • Das ist ein sehr guter Tipp - notiert euch den. Weil das ist etwas, was ich auch oft machen muss. Denn wenn ich den Strict Pull-Up Griff mache mit no Thumbs - nach drei Klimmzügen fangen mir an, die Sehnen und die Ellenbogen weh zu tun und ich muss dann einfach wechseln auf neutraler Griff oder Chin-Ups eben halt, weil das sonst einfach weh tut. Ja, das ist eben halt die Limitation, um die ich dann eben halt rum arbeiten muss. Und das ist eben halt eine gute Art, wie man das machen kann. #00:48:38-0#
  • Ja, und das ist auch keine Schande, wenn man nicht die Art von Klimmzüge macht, die man vielleicht in irgendeinem YouTube Video gesehen hat, sondern einfach die, die sich für einen selber am besten anfühlt. So ist das auch bei wieder mit meiner Schulterverletzung, da habe ich jetzt wieder mir eine kleinere Kettlebell besorgt, und mein Ego in die Tasche gepackt - eine 16er - und mache damit jetzt Bottom-Ups. Also mit dem Boden nach oben. Du bist quasi automatisch gezwungen, und das sind die besten Übungen, wenn du automatisch gezwungen wirst, das richtig zu machen, ohne, dass dir einer das sagen muss. Die kannst du gar nicht falsch über Kopf bringen, weil dann fällt sie dir runter. #00:49:15-0#
  • Ja, der Vorteil ist, dass man sozusagen den Kraftvektor ganz genau senkrecht halten musst. Und wie der von senkrecht abkippt, dann kippt die Kettlebell eben halt auch ab. Und so lernt man dann eben halt, wirklich gerade nach oben zu pressen - was dann eben halt auch den normalen Kettlebell Press oder wie auch immer enorm verbessert, weil man einfach sich auf eine bessere Biomechanik kalibriert. #00:49:40-0#
  • Genau. Und dazu kommt, dass du halt die Kettlebell ordentlich greifen musst dabei. Ne? Also, wenn du das richtig, richtig toll kannst, kannst du das machen, ohne die zu greifen. Das können die wenigsten, wenn du einfach nur mit zwei Fingern hier umgreifst. Aber normalerweise musst du halt richtig fest zugreifen, dass die zentriert bleibt. Und das feuert auch wieder den - ne - das ist wieder dieser Punkt, das feuert den Rest deiner Armmuskulatur an. #00:50:03-0#
  • Also ich weiß, dass es eben halt mit zwei Fingern nur geht - aber das läuft bei mir mehr Richtung Zirkustrick. Zu hohes Verletzungsrisiko. Also das ist genauso wie eine (Stake-up? #00:50:15-0#) Press, wo man dann eben halt eine Bottom-Up Press hat und setzt/ in der Reckposition guckt man dann eben halt sozusagen auf den Kettlebell Boden und stellt da oben noch einmal eine weitere Kettlebell drauf. Da muss man wahnsinnig präzise arbeiten. Aber das Verletzungsrisiko ist einfach echt zu hoch. Also fürs Training. Also Show, Spaß - okay. Ne? Aber bitte schnell zur Seite springen, wenn das Ding abgeht. Und dann vielleicht auch nicht auf dem Parkettboden, sondern vielleicht doch lieber auf dem Rasen oder so. #00:50:49-0#
  • Silvio Bauer:Ja, das ist halt auch eine Demonstration von Kraft. Du hast nicht fünf Jahre lang diese (Stake? #00:50:55-0#) -Up Press geübt, um dann noch mehr die (Stake? #00:50:59-0#) -Up Press zu können, sondern du hast vernünftig halt mit einer Kettlebell die ganze Zeit trainiert und hast das einmal probiert und dann ging das, weil du vorher schon vernünftig trainiert hast. #00:51:07-0#
  • Genau, ja. #00:51:08-0#
  • Silvio Bauer:Und genauso ist das mit vielen anderen Sachen, wie zum Beispiel, keine Ahnung, diese Stand-to-Stand Bridge. Das ist auch so ein Beispiel. Das ist nicht unbedingt/ oder wenn du dir Kreuzheben nimmst. Ne? 300 Kilo Kreuzheben. Du kannst keine 300 Kilo vom Boden aufheben, indem du übst, 300 Kilo vom Boden aufzuheben. Das wird nicht funktionieren, wenn du das vorher nicht gemacht hast. Du fängst an mit 100 Kilo oder mit 50 Kilo und steigerst dich von dort. Und so ist das halt mit dem Krafttraining, dass man eben nicht mit den Kunststücken anfängt, sondern eben mit den Grundübungen - mit den Basics. Und wenn man die meistert und richtig gut kann, dann wird alles andere auch viel einfacher. #00:51:45-0#
  • Ja. Also Basics, Grundübungen, da führt nichts drum herum. Wenn ihr irgendeinen Meister habt in irgendetwas - das ist dann jemand, der sich das alles über die Grundübungen erarbeitet hat. Und alles, was ihr dann als Besonderes seht, das ist sozusagen nur die Sahne auf dem Kuchen. #00:52:02-0#
  • Silvio Bauer:Genau. #00:52:03-0#
  • Ah, Grundübungen und Dan John, und zwar Loaded Carries: Ich hasse laufen und ich mag kein Cardio. Aber ich habe jetzt meine Form des Cardio’s gefunden. Und zwar habe ich eine Gewichtsweste zehn Kilo und dann eben halt einen Rucksack mit Sandsack gefüllt, also der ist dann noch einmal 25 Kilo. Das sind dann 35 Kilo. Dann schleiche ich ins Nachbartreppenhaus, weil das zwölf Stockwerke sind, und dann laufe ich damit eben halt rauf und runter, bis ich nicht mehr kann. Dann nehme ich den Rucksack ab, dann laufe ich, sage ich mal, rauf und runter mit nur Gewichtsweste und je nachdem, wie ich mich fühle, haue ich dann den Rucksack wieder drauf und versuche/ also ich laufe mindestens SECHS Mal rauf und runter, allerdings eben halt nicht jedes Mal mit Vollbelastung. Und das ist so meine Form des Cardio-Trainings. Ich mag nicht laufen, aber geht ganz gut. #00:53:56-0#
  • Ja ich habe so etwas Ähnliches: Ich wohne ja schon im fünften Stock und nehme dann meistens meine zwei 24er Kettlebells und nehme die einfach auf beide Seiten im Famers Walk und laufe damit runter und wieder hoch. Und das mache ich so lange, bis sich entweder einer von den Nachbarn beschwert, oder ich nicht mehr kann. #00:53:14-0#
  • Ja. Und nicht mehr können: Ich habe letztes Mal das erste Mal auch zwei Kettlebells genommen und mit der gleichen Beladung habe ich versucht, einfach eine große Runde zu gehen. Aber nach einem normalen Training eben halt. Und eine Runde bin ich eben halt gegangen, also vom Wendehammer, wo du dann eben halt zu mir hochgekommen bist, bis hinten sozusagen zur anderen Straße, und dann wieder zurück. Und ich musste dann eben halt glaube ich drei Mal absetzen, weil meine Handkraft einfach aufgegeben hat. Und das war eine relativ kurze Runde, ne? Also da war ich erstaunt. Ich hätte nicht gedacht, dass diese zwei Kettlebells zusätzlich mich SO runterfahren. Weil ja, sonst laufe ich da eben halt zwölf Stockwerke mit hoch und runter und hast du nicht gesehen - und dann zwei Kettlebells zusätzlich auf einmal machen mich so platt? Hätte ich nicht gedacht. #00:54:11-0#
  • Ja, meine erste tragende Lastübung war, als ich mir von dir die Kettlebell damals geholt habe. Die habe ich ja dir abgekauft, die 24er war meine erste, und die musste ich dann irgendwann nach Hause bringen. Und ja, bis zur U-Bahn musst du dann auch damit ein Stück laufen und dann musst du immer wieder stückweise wechseln, links und rechts tragen, und dann habe ich dann an dem Tag gedacht: „Na ja, heute brauchst du nicht mehr trainieren. Das hast du jetzt hinter dir." #00:54:36-0#
  • Gute Loaded Carries. Hervorragend. Hervorragend. Silvio, ich habe noch einmal eine Frage: Wie ist das eigentlich, wenn du trainierst? Lieber mit Musik oder ohne Musik? Und wenn Musik: Hast du so einen Lieblingstrainingssong, wo du sagst so: „Das knallt jetzt so richtig."? #00:54:51-0#
  • Ja, meistens mit Musik. Ich mache mir das oft relativ einfach. Eben das ist auch wieder dieses sich den Bat Cave zusammenbauen und bei mir muss das möglichst unkompliziert laufen. Ich komme dann meistens von der Arbeit ins Zimmer rein, die Shorts werden angezogen und dann mache ich mir eine Spotify Playlist an. Ich habe mir eine extra Liste gemacht einmal, so eine Workout Playlist. Vielleicht kann man die irgendwie verlinken in den Show Notes, weiß ich nicht. #00:55:12-0#
  • Ja, klar. #00:55:13-0#
  • Ansonsten nehme ich mir immer irgendetwas Rockiges raus. Zum Beispiel Royal Blood finde ich ziemlich gut, weil die haben halt so schwere Gitarrenriffs, und da macht das meistens mehr Spaß als zu irgendwelcher akustischer Lounge-Musik. Also ich brauche da ein bisschen Rock-Action, um mein Workout zu machen. Und ohne Musik mache ich das eigentlich relativ ungern, weil das fokussiert einen auch so ein bisschen. Dann kannst du deine Gedanken nicht ganz so wandern lassen, wenn (unv. #00:55:42-0#) Musik läuft, sondern hast immer irgendetwas, was dich in den Modus bringt. So die Musik heißt jetzt: „Okay, das ist jetzt deine Trainingszeit." So, du machst dein Handy aus oder machst es auf Flugmodus, und die Musik läuft. Und das heißt: „Okay, jetzt ist Trainingszeit und jetzt stört mich auch niemand. Und die Stunde oder die halbe Stunde oder was auch immer ich mir zum Ziel gesetzt habe, ist jetzt dafür da und für nichts Anderes." #00:56:05-0#
  • Ist eine gute Art, das zu machen. Wenn du den Zuhörern noch einmal so drei Sachen sagen könntest, wie man sich verbessern kann, seine Trainingsleistung verbessern kann, ein netterer Mensch wird, stärkerer Mensch wird, umgänglicher Mensch wird - hättest du da so einmal drei Punkte, die dir einmal so spontan einfallen? #00:56:25-0#
  • Lass mich kurz aus dem Nähkästchen plaudern. Also das erste, was ich jetzt schon gesagt habe, ist die Fähigkeit, sein Handy weglegen zu können, ohne, dass man am Rad dreht. Ist glaube ich heutzutage auch einfach schon mittlerweile ein Skill, den man sich antrainieren muss. Und das siehst du ja auch ganz häufig, also wenn ich/ ab und zu gehe ich einmal in irgendein Fitness Studio, wenn ich das einmal wieder ausprobieren will, und Leute sind halt nur dabei, während den Pausen, da auf dem Arsch zu sitzen und auf Ihre Handy zu glotzen und meistens gar nicht bei der Sache. Und da kriegst du halt auch keinen Trainingseffekt, wenn du die ganze Zeit halt wieder kalt wirst und da rumdödelst auf deinem Handy. Das ist eines. Also einfach sich zu fokussieren und zu sagen: „Okay, das ist jetzt meine Zeit. Das ist jetzt auch so ein bisschen meine Meditationszeit." Der zweite Punkt geht auch da in die Richtung: Eine Routine zu haben. Jetzt nicht unbedingt irgendetwas, was in Stein gemeißelt ist, sondern eine, die für dich funktioniert. Wie zum Beispiel bei mir ist das so: Ich kann das am besten machen nach der Arbeit. Das ist für mich auch so ein bisschen ein Ventil. Manche machen das halt morgens als allererstes. Das kann ich gar nicht. Also so sehr ich auch Training mag und das toll finde: Ich kriege mich morgens dazu nicht bewegt, ich bin da einfach so/ na ja, ich will dann irgendetwas/ ich will einfach nur lesen morgens oder das ist bei mir (unv. #00:57:41-0#) / #00:57:42-0#
  • Bei mir ist Mobility morgens max. Also es gibt so ein, zwei Zeiten, da habe ich mich dann eben halt durchgebissen, weil entweder hieß es: „Morgens trainieren oder gar nicht." Also dann schaffe ich es dann auch. Aber es ist nicht so meine Zeit, mit der ich echt warm werde. #00:57:56-0#
  • Genau, und so denke ich, ist das auch in allen anderen Lebensbereichen: Dass du dir das am leichtesten machst, wenn du eine Routine hast und auf Autopilot schalten kannst. So. Ich weiß bei mir ist das zum Beispiel so: Ich habe bestimmte Boxershorts, die ich fürs Training anziehe. Und an den Tagen, wo ich weiß, ich will trainieren, ziehe ich die an. So. Und dann, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, weiß ich: „Okay, ich habe die Shorts an. Heute wird trainiert." Und dann wird halt noch eine Trainingshose drübergezogen und dann weiß ich" „Okay, das ist jetzt meine Zeit. Und danach kommt die dann in die Wäsche." #00:58:30-0#
  • Ja, ja. Alles okay, ne? „Warum trainierst du denn sechs Mal in der Woche?" „Ich habe nur sechs schwarze Shorts an." #00:58:39-0#
  • Ja. Und aber das muss irgendetwas sein, was für einen selber funktioniert. Und da macht man sich das denke ich am leichtesten, wenn man nicht den ganzen Tag entscheiden muss „Was mache ich als nächstes?" und „Was ist jetzt meine Agenda?" oder sich - noch viel schlimmer - von jemand anders die Agenda aufschreiben lässt, sprich du kriegst eine E-Mail und springst nach dem, was der andere dir vorgibt. #00:59:05-0#
  • Du bist noch nicht verheiratet, ne? #00:59:07-0#
  • Da habe ich jetzt keinen Kommentar zu. So, Nummer drei. Was kann ich noch sagen zu Nummer drei? Gib mir mal einen Cue. #00:59:21-0#
  • „Seien Sie nett zu Ihren Nachbarn. Vermeiden Sie fetthaltiges Essen. Und um eine Kontroverse zu erzeugen, zeigen wir Ihnen jetzt eine schöne Auswahl." Ja, und jetzt müsst ihr natürlich wissen, wie die deutsche Übersetzung von Life of Brian weitergeht, ne? Ah nein, Sinn des Lebens. Sinn des Lebens. #00:59:37-0#
  • Silvio Bauer:Du bringst mich auf eine Idee mit Essen. Geht auch wieder in die Richtung. Also es ist ja auch oft ein Thema, wie zum Beispiel also Leute gehen ins Fitness Studio, um abzunehmen. Und das ist ja erst einmal der schwerste Teil des Ganzen, so wenn man wirklich ein bisschen übergewichtig ist und sagt „Ich möchte ein bisschen fitter werden, meinen Gürtel möchte ich ein bisschen enger schnallen können. Was mache ich? Okay, ich gehe ins Hamsterrad und gehe eine Stunde laufen. Oder am besten steige ich in den Fahrstuhl, gehe hoch ins Fitness Studio und mache den Step Master und steige da die Treppen." Und am einfachsten macht man es sich halt, wenn man Dinge, die man eh schon tut, verbessert. Wie zum Beispiel Essen tust du sowieso, also misch dir doch die Karten so in die Hand, dass das für dich am ehesten zum Erfolg führt. Bei mir ist das zum Beispiel: Also ich koche selber sehr gern, das ist ein bisschen ein Vorteil für mich. Aber ich habe auch nicht immer Zeit, mir irgendwelche fancy, irgendwelche tollen Gerichte auszudenken, also habe ich halt in meinem Kühlschrank, ich habe ein größeres Gefrierfach, da kommt gefrorenes Gemüse rein, Erbsen, Bohne, Brokkoli, so die Basics. Und dann habe ich immer einen Haufen Eier im Kühlschrank und habe meinen Fleischer, wo ich mir das Fleisch meines Vertrauens hole bei mir auf dem Arbeitsweg. Das heißt, meistens gehe ich da vorbei. Und dann hat man halt immer so eine kleine/ du hast eine Pfanne, haust dir dein Gemüse in die Pfanne, machst dein Fleisch oder dein Ei oder was immer du als Proteinquelle hast, dazu. Und das ist dann schon meistens eine Mahlzeit. Was ich halt selten Zuhause habe, ist irgendwelche Knabbereien oder Süßigkeiten. Und wenn man einmal Lust hat darauf, zum Beispiel gestern hatte ich das mit meiner Freundin: Wir haben eine Serie geschaut und da hat jemand Pizza gegessen und wir „Boah ey, ich habe so Lust auf eine Salamipizza." Und wenn du halt das nie machst/ also ich weiß nicht, wann das letzte Mal war, dass ich eine Tiefkühlpizza hatte. Das muss Jahre her sein, weil ich mir das halt wirklich nie kaufe. Und dann haben wir uns halt MAL Pizza bestellt, ne? Und dann haben wir das richtige genossen. Und das machst du dann halt so ein, zwei Mal im Monat, so dieses: „Ich gönne mir jetzt. Oder ich kaufe mir eine Tafel Schokolade aber nicht eine Großpackung auf Vorrat." Und damit kannst du dich ein bisschen selber verarschen, dass du halt überhaupt gar nicht dazu kommst, an die Gelegenheit, ständig zu sündigen. #01:01:59-0#
  • Ja. Mit Schokolade, da habe ich auch so eine Sache mit meiner Tochter, dass sie eben halt immer „Ja! Süßigkeiten!" und Kinder sind eben sehr, sehr Süßigkeiten-fixiert. Da habe ich dann eben halt auch so eine Methode gefunden: Ich hole einfach, wenn, eine Tafel Schokolade, wo eine Tafel Schokolade zwischen sechs und neun Euro kostet, und dann gibt es eben halt nur einmal ein Stück. Das wird dann wirklich bis zum Letzten ausgekostet. Und so ein Ministück von so einer Schokolade, das sind fünf Gramm Schokolade, das ist nichts. Und Kakaoanteil 75 Prozent. Der Geschmack ist super, der bleibt lange im Mund. Ja, so viel mehr hilft das zweite Stück dann auch nicht. Und wenn man das als so etwas ganz Besonderes macht, sozusagen „Oh, heute holen wir einmal den edlen Tropfen raus.", ja, dann findet sich das auch nicht gleich sofort als fünf Kilo mehr auf der Seite wieder. #01:02:54-0#
  • Ganz genau. Ja. Und so ist das denke ich bei/ also so versuche ich das in allen Lebensbereichen, mir das eben möglichst einfach zu machen und so, dass mir gar nichts anderes übrigbleibt, als die richtige Entscheidung zu treffen. #01:03:07-0#
  • Ja, das stimmt. Okay, also be prepared. #01:03:11-0#
  • Be prepared. Ganz genau. #01:03:12-0#
  • Übrigens, eine Sache, die ich mir angewöhnt habe: Also meine Frau ist Zahntechnikerin, und gerade bei diesen Feeds of Strength, da bin ich doch mit sehr, sehr viel Spannung dabei, und ich habe eben halt einen Gebissschutz, den ich rein nehme für alle Extremleistungen, die ich mache. Letztens habe ich das vergessen, aufzunehmen. Ich habe das wirklich gemerkt, wie stark dann die Backenzähne dann aufeinander arbeiten. Und also insofern, wenn ihr dann wirklich an eurer maximalen Leistungsgrenze arbeitet, solltet ihr wirklich überlegen, ob ihr euch einmal so eine Beißschiene für den Sport vom Zahnarzt machen lasst. Ist jetzt nicht die Welt und jeder, der sich einmal irgendwie neue Zähne finanzieren musste, der weiß, dass es eine gute Investition ist. #01:03:59-0#
  • Also so sehr gehe ich nicht an meine Grenzen, dass ich dann denke ich muss immer drauf beißen. Aber ich glaube, ich bin auch einfach vom Typ her ein bisschen entspannter. #01:04:08-0#
  • Ja, das werden wir gleich ändern, weil das Wetter ist halbwegs gut, wir gehen gleich mal in den Garten und werden einmal sehen, dass wir so ein paar Steine hochheben. Ich habe da noch so ein Aluminiumfass mit Sand gefüllt, also da werden wir gleich noch ein paar lustige Sachen machen. Einmal sehen, ich mache einmal ein paar Fotos von Silvio davon. Vielleicht hat er dann einmal etwas für seinen Blog dann einmal wieder, mal ein bisschen über den Tellerrand oder etwas Anderes. Silvio, wie erreichen dich die Leute denn am besten, wenn Sie: „Mensch, oh Mensch, den Silvio, den würde ich gerne einmal kontaktieren." Über den Blog? #01:04:38-0#
  • Ja, über den Blog auf jeden Fall, also neatstrength.com. Das ist neat - nicht wie brauchen, sondern wie schick oder einfach oder schlaue, also N, E, A, T strength.com. Und so einmal die Woche meistens poste ich auch ein Video hoch über Instagram, @neatstrength. Das sind dann meistens irgendwelche kleinen Workout-Tipps, die ich gefunden habe, oder Mobilitätsübungen, die ich entdeckt habe. So Kleinigkeiten, so kleine Schmankerls. Und da habe ich auch ein Kontaktformular auf neatstrength.com. #01:05:10-0#
  • Der antwortet auch gelegentlich. Also wenn man nicht zu sehr pöbelt, ne? #01:05:14-0#
  • Ja ich versuche immer, zu antworten, wenn ich kann. Und auch möglichst am selben Tag. Genau, ich habe auch eine Mailing-Liste, da kriegt ihr halt immer mit, wenn ich einen neuen Artikel geschrieben habe. Oder, was ich jetzt seit diesem Jahr mache, ist: Jeden Freitag schicke ich so ein kleines Workout raus, das nennt sich das Weekend Warrior Workout, also Wochenendkriegertraining. Gerade, wenn man etwas Neues probieren möchte oder irgendwie eine kleine Challenge braucht fürs Wochenende. Oder manchmal sind das auch Sachen, wo ich eben sagen würde das kannst du jeden Tag machen oder mehrmals die Woche. Ich habe immer so kleine Trainings, das ist meistens halt ohne irgendwelche Geräte, also nur mit Körpergewicht. Und ganz oft auch mit Kettlebells. Also das sind halt die Trainingsgeräte oder Modalitäten, mit denen ich trainiere und auch die ich dann empfehle. Also ich habe auch ganz viele Anfragen öfter mal für: „Hey, hast du irgendetwas für Kurzhanteln?" Und ich: „Nein. Mache ich ja selber nicht, also kann ich dir das auch nicht empfehlen." Ja, und das sind so die Kontaktstellen, wenn man mich erreichen will. Also ich beantworte gerne irgendwelche Fragen, finde das auch super. Ich kriege immer relativ schönes Feedback auch für den Blog und finde das auch immer toll, wenn ich gerade so Fragen kriege, wo ich ein bisschen rum nerden kann und dir, wenn du Probleme hast mit irgendwelchen Programmen oder sagst: „Hier, ich möchte meine Kniebeuge irgendwie erhöhen, hast du Tipps für mich?", dann bin ich da immer auch gerne kreativ und lasse mich da auch einmal (unv. #01:06:47-0#) aus. #01:06:48-0#
  • Ja, das ist cool. Bringt mich auf eine gute Idee: Wenn euch der Podcast gefallen hat, dann gerne weiterempfehlen. Und wenn ihr Fragen an Silvio oder an mich habt oder ihr wollt: „Mensch, hol den Silvio doch noch einmal rein, wir würden gerne noch einmal so und so einen Podcast von ihm haben mit den und den Fragen.", schreibt einfach an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder schreibt eben halt den Silvio an, der kommt dann eben halt mit einer Liste zu mir und dann machen wir vielleicht noch einmal eine weitere Aufnahme. #01:07:21-0#
  • Und dann gehen wir jetzt Steine heben? #01:07:23-0#
  • Ja, wir gehen Steine haben. #01:07:24-0#
  • Geil. #01:07:25-0#
  • Tschüss Silvio. Vielen Dank. #01:07:26-0#
  • Danke, dass ich da sein durfte. Hat Spaß gemacht. #01:07:28-0#
  • Ja, warte einmal ab, wie ich das zurechtschneide. ;-) #01:07:32-0#

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Tags: kettlebell, progressive calisthenics, calisthenics, Hometraining, Stonelifting, PCC

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