Podcast

Podcast 33: Johannes Kwella - Kettlebell & Power

Podcast 33: Johannes Kwella - Kettlebell & Power

Johannes Kwella (AKA „J“) ist „buff.strong.barefoot“, Kettlebell-Weltmeiste, Personal Trainer, Mitbegründer im SPREE Crossfit Berlin, Powerlifter, Strongman und Crossfit Liebhaber.

Außerdem ist er auch YouTube Fitness Coach. Auf seinem Kanal mit über 35.000 Abonnenten findet man alles rund um die Themen Strength & Conditioning: Powerlifting, Krafttraining, Crossfit, Ernährung, Real Food und den berühmten „Barefoot-Lifestyle“!

„Die Kraft der Kettlebell: Übungsausführung. Fehlerbehebung. Trainingsplanung“ ist Js Buch über die Kettlebell. Kann ich getrost empfehlen, ist gut – eindeutige Kaufanweisung. Mit dem YouTube Kanal, Buch, Workshops und Personal Trainings möchte Johannes noch mehr Menschen helfen, ein gesundes Leben zu führen und auf ihrem Weg voranzukommen.

In diesem Podcast geben Johannes und Frank richtig Gas. Wenn Du immer mal 2 Kettlebell-Verrückte, die für Ihren Sport brennen, hören willst, dann bist Du genau richtig. #Brandgefahr

Hinweis: Dieser Podcast könnte Dich EXTREM flashen und dazu bringen die Kettelbell für Dich zu entdecken. Stark, schlank und durchgeknallt werden sind die üblichen "Nebenwirkungen" der Kettlebell. Höre weiter auf Dein eigenes Risiko ....

Podcast mit  Johannes Kwella über die Kettlebell, die 10.000 Swing Challenge und die ungezügelte Lust am Training

 

Interview mit Johannes Kwella

  • Moin moin, Hamburg Kettlebell Club, Training mit Herz und Verstand, ein Podcast über Motivation, Krafttraining und Lebensart. #00:00:07-9#

    Mein heutiger Gast ist Johannes Kwella. Er ist Personaltrainer, Mitbegründer im SPREE CrossFit Berlin, stolzer Papa - yes - Powerlifter, Strongman und Crossfit Liebhaber - und Buchautor "Die Kraft der Kettlebell". Des Weiteren ist er 2016 Weltmeister geworden - in Kasachstan. Also mit der Kettlebell im Long Cycle. Moin Moin Jay. #00:00:37-3#

  • Moin. #00:00:37-6#
  • Da ich selber nicht vom Kettlebell-Sport komme, könntest du den Zuhörern einfach mal erklären was denn einfach Long Cycle ist und wie lange denn eigentlich zehn Minuten wirklich sich anfühlen können. #00:00:47-1#
  • Ja, erst mal vielen Dank, dass ich hier sein darf. Ja, Long Cycle. Der lange Zyklus - das ist eigentlichen ein Clean und ein Jerk. Das ist sozusagen ein Clean und ein Jerk sind ein langer Zyklus. Und das führt man eben mit zwei Kettlebells über zehn Minuten lang nonstop aus. Man hat dann zwei Positionen in denen man sich ausruhen darf. Und das ist die Reck Position und der Lockout über dem Kopf. In diesen zwei Positionen darf man ein bisschen verharren. Ansonsten muss man sich permanent bewegen. Und wenn man so ein bisschen in der Beweglichkeit eingeschränkt ist in der Schulter dann ist natürlich das über Kopf-Ausharren nicht so sonderlich schön. #00:01:32-8#
  • Da würde ich dazugehören. #00:01:35-3#
  • Und die Kugeln sich vorne sozusagen auf dem Bauch ablegen und dann die Kugeln den Brustkorb eindrücken lassen, ist auf Dauer auch unangenehm. Das heißt man ist eigentlich gezwungen, sich mehr oder weniger konstant zu bewegen und diese zehn Minuten fühlen sich wahnsinnig lang an. Am Anfang, die erste Minute, denkt man sich: Ja, okay man kommt gut rein. Die zweite Minute ist auch noch okay, und ab der dritten, vierten Minute denkt man sich: Boah, wann kann das endlich vorbei sein? Und bei der WM war es auch so, dass ich mich dann/ Also, in der 5. Minute haben mich schon fast alle Geister verlassen. Ich wollte schon irgendwie aufhören und dann dachte ich mir: Nee du hast jetzt schon fast die sechste Minute erreicht. Du machst jetzt wenigstens noch bis zur siebenten Minute. Du bist jetzt hier nicht zur Weltmeisterschaft gefahren, um nach sieben Minuten aufzuhören und die letzten drei Minuten haben sich so wahnsinnig lange hingezogen - wie weitere sieben Minuten. Das war halt wie Kaugummi, ich habe mich von Wiederholung zu Wiederholung gezogen und habe einfach nur permanent daran gedacht: Okay komm, eine Wiederholung schaffst du noch. Eine schaffst du noch. Scheiß auf die zehn Minuten, aber eine machst du noch. Und jedes Mal, die ganze Zeit, noch eine, noch eine, noch eine. Und in der letzten Minute habe ich dann/ Ich habe so eine - ich weiß nicht, ob man das jetzt Begabung nennen möchte, aber ich kann mich, auch wenn ich mich noch so sehr verausgabt habe, kann ich mich in der letzten Minute oder in so einem Abschluss Sprint, nochmal über meine Leistungsgrenze hinausgehen und kollabiere danach. #00:03:15-2#
  • Ja, es ist cool, es ist eine gute Eigenschaft. #00:03:17-8#
  • Und dementsprechend war das dann auch so in der zehnten Minute. Ich musste leider daraus lernen - ich war 2015 in Dublin schon bei der WM und dort habe ich dann in der zehnten Minute dann einen Abschluss Sprint gemacht und dort wurde mir dann drei Wiederholungen nicht gezählt, weil ich eben nicht lange genug im Lockout oben gestanden habe. Und dementsprechend war es jetzt in Kasachstan dann auch so, dass ich in der zehnten Minute ein bisschen nochmal schneller geworden bin. Aber ich hätte noch schneller sein können, aber ich hatte Angst wieder „No Rep" zu kassieren. #00:03:57-9#
  • Das macht ja auch keinen Sinn. Ich kenne - ich sage mal so ein bisschen ähnliches Verhalten - also manchmal mache ich mit irgendeinem, der sich blöderweise drauf einlässt Wall Sits, wer sozusagen länger einfach daran sitzen bleibt und da habe ich meistens eben halt auch die Einstellung so: Ja, ist okay, aber ich gehe nicht als erster runter. Was doof ist, wenn du das mit zwei Leuten machst. #00:04:25-6#
  • Vor allen Dingen, wenn du zwei Leute hast, die genauso beißen, wie du. #00:04:31-2#
  • Ja, das habe ich/ das mache ich Gott sei Dank selten. Das mache ich Gott sei Dank selten, also auch selbst ich lerne dazu. Apropos beißen, ich würde gerne wissen, wie du eigentlich zur Kettlebell gekommen bist. Also für mich war das einfach nur eine Reha-Maßnahme, weil ich wollte gerne einfach wieder normal Eisen pumpen und meine Schulter hat gesagt, ich bin ein doofer Sack. Und die Ärzte haben gesagt, dass ich nie wieder Sport mache. #00:05:02-4#
  • Ja, ja, solche Ärzte kennen wir ja alle. #00:05:05-1#
  • Und da bin ich dann eben halt zur Kettlebell gekommen und seitdem habe ich dann eben halt auch nie, nie, nie wieder aufgehört. #00:05:12-0#
  • Ja, bei mir war das so, dass ich/ Also ich habe 2007 das erste Mal in einem Fitnessstudio Kettlebells gesehen, und da hatte die ein Kollege von mir angeschleppt und ich dachte mir die ganze Zeit: Boah, diese schnellkräftigen Bewegungen, also diese schnellen, ruckartigen Bewegungen, das kann ja gar nicht gut sein. Und dann habe ich die mal angehoben, habe versucht denen Bizepscurls und Seitheben zu machen. Hat nicht so gut funktioniert. Also habe ich gesagt: "Kack Kettlebell." Und dann, ein paar Jahre später dann - Ende 2009, habe ich dann mit Crossfit begonnen und da waren die Kettlebells dabei, allerdings immer nur im American Swing. Vielleicht/ #00:05:58-0#
  • Du hast/ Sofort zurück. Du hast/ Geil! Ich habe auch 2009, habe ich mir meine Schulter versaut und 2009 habe ich mit der Kettlebell angefangen. #00:06:06-6#
  • Cool! Ja und so kam dann sozusagen die Kettlebell und dann wollte ich aber irgendwie, weil die immer in den Workouts halt sozusagen regelmäßig dran war, wollte ich das halt ein bisschen vertiefen und habe dann geguckt nach so Kettlebell-Ausbildungen und dann bin ich auf Steve Cotter gestoßen. Und der hatte witzigerweise dann noch irgendwie ein paar Monate später in Deutschland einen Workshop gegeben. Da sind wir dann mit ein paar Kollegen nach Frankfurt gefahren, haben dann dort bei Steve Cotter sozusagen den CKT-1 gemacht. Und das hat mir so gut gefallen, dass ich dann im Jahr darauf den Master - also Master CKT-1 gemacht habe. Steve Cotter hat mir da sozusagen dann den Girevoy Sport schmackhaft gemacht. Und dann war das so, dass ich ja auch 2013 die Crossbox eröffnet hatte. Oder Ende '12, Anfang '13 die Crossbox eröffnet hatte und dann irgendwann war der Punkt, dass ich gesagt habe: Ich möchte die Kettlebell bekannter machen, weil es mir auf den Sack geht, dass so wenige Menschen diese wunderbare Kugel sozusagen einfach nicht kennen, oder so wie ich 2007 einfach skeptisch davorstanden und gesagt haben: „Was? Das kann doch nicht gut sein so hektische Bewegungen, oder eben für Bizepscurls und Seitheben ungeeignet. //Und dann habe ich gesagt, ich möcht// #00:07:33-2#
  • //Oder zwei Kilo Plastik. // #00:07:33-6#
  • Ja, genau das Gegenteil dann. Genau. Nein, da habe ich dann gesagt: ich möchte die Kettlebell bekannter machen. Und dann habe ich angefangen das Buch zu schreiben und dann bin ich auf die Wettkämpfe gestoßen. Dann habe ich den Bundespräsidenten vom deutschen Kettlebellverband sozusagen ausfindig gemacht, der witzigerweise dann auch in Berlin gewohnt hat. Ich bin dann zu ihm gefahren und habe gefragt: „Hier ist mein Kadaver, eigne ich mich für den Wettkampf? Und er hat gesehen, dass ich irgendwie ein bisschen Potential habe und dann musste ich dort einmal schon zur Probe das erste Mal so einen 4-Minuten-Long Cycle machen in dem ich GESTORBEN bin. Ich hatte mir nicht vorstellen können, dass zehn Minuten/ also ich hätte auch keine Sekunde länger gehalten. Der hat mich echt bis ans Ende getrieben in diesen 4 Minuten. Und dann haben wir halt angefangen für die WM zu trainieren. Und ich habe dann während dessen ich das Buch fertiggestellt habe, an zwei Weltmeisterschaften teilgenommen. Also insgesamt habe ich zweieinhalb Jahre an dem Buch gearbeitet. Und ja, so bin ich sozusagen zur Kettlebell gekommen. #00:08:48-9#
  • Ich muss aber auch sagen, dass du das nicht - sage ich mal - in einer Woche runtergeschrieben hast, das merkt man auch. Es ist wirklich/ es ist gut. Es macht einen sehr, sehr schönen Eindruck und ich habe da eben halt auch viele Sachen drin, die ich den Leuten auch versuche immer reinzubimsen. Und als ich das dann in deinem Buch wiedergefunden habe, dann musste ich sehr, sehr schmunzeln. #00:09:10-8#
  • Freut mich! #00:09:14-5#
  • Was ich total lustig finde, wodurch der Kontakt so ein bisschen mehr hergestellt worden ist, das ist, dass wir beide dieses Jahr zur gleichen Zeit mit der wundervollen Erbsensuppen Challenge angefangen haben. #00:09:30-3#
  • Hör mir auf. #00:09:32-2#
  • Also die 10.000 Swings Challenge von Dan John. #00:09:35-5#
  • Ja, danke Dan! #00:09:37-4#
  • Ich finde das Ding total geil. #00:09:41-0#
  • Du hast ja einen richtigen Schaden. Du hast das ja schon zehn Mal gemacht oder so. #00:09:45-7#
  • Nein, das nicht. Ich glaube das war jetzt das vierte Mal, aber jetzt habe ich das eben halt - das hatte ich so immer Kopf. Irgendwann wollte ich diese Challenge mit der 48er durchziehen und das habe ich jetzt sozusagen vom Rücken. Ich habe jetzt aber was Doofes festgestellt. Und zwar habe ich festgestellt, dass ich fast in der Lage bin mit der 60er durchgängig 50 Swings zu machen. #00:10:17-5#
  • Das heißt, du bist jetzt schon auf den idiotischen Gedanken gekommen, diese Swings Challenge noch einmal mit der 60er zu machen? #00:10:24-0#
  • Ich weiß es noch nicht. Ich weiß es noch nicht. #00:10:26-7#
  • Kann man ja mal machen. Muss man nicht, aber kann man/ #00:10:31-6#
  • Ja, ich weiß. Ein Kollege von mir, der ist ein echtes Tier im Gegensatz zu mir. Und der hat das mit der 60er abgebrochen, weil ihm das dann eben halt angefangen hat Probleme, glaube ich, mit der Schulter zu machen. Insofern, das ist ja noch einmal ein lustiger Sprung. Also ich sage mal von 48 auf 60. #00:10:59-7#
  • Ja klar. #00:11:00-4#
  • Das ist jetzt nicht so: Ja, da haben wir mal zehn Gramm draufgelegt oder so was. Das ist nicht die: „Darf es eine Scheibe mehr sein" vom Fleischer. #00:11:08-5#
  • Nein. Na ja, ich meine, wenn man das so sieht, dann muss man das ja auch so sehen, dass das ja schon fünf, sechs Tonnen mehr sind, die man so pro Einheit dann so hin- und herschwingt. #00:11:19-8#
  • Aber cool, oder? #00:11:20-9#
  • Das ist schon krass. Also mit 60 Kilo ist heftig. #00:11:24-6#
  • Wie gesagt, da bin ich eben halt nochmal so ein bisschen mit am Spielen. Also ich finde, die Challenge - am Anfang ist sie/ also die ersten zwei, die ich gemacht habe davon, waren einfach absolut brutal. Und dann fing das irgendwie an. Also ich muss, glaube ich, irgendwas mit der Nahrung, Ruhe oder irgendwas verbessert haben, weil die 48er - also die Challenge mit der 48er hat mich weniger mitgenommen, als die Challenge mit der 40er. #00:11:57-4#
  • Echt? In welchem Abstand hast du die gemacht? Du kannst ja auch einfach besser geworden sein. #00:12:04-0#
  • Ein Jahr. #00:12:05-5#
  • Ja, in der Zeit hast du genügend Hufeisen verbogen. #00:12:09-6#
  • Das kann sein. Aber ich meine ich bin durchaus sage ich mal ein etwas simpler Charakter. Aber nach einem Mal habe ich die Schnauze auch für die nächsten elf Monate sowas von gestrichen voll. #00:12:25-8#
  • Also mir hat schon einmal gereicht. Ich werde diese Challenge definitiv nicht nochmal machen, weil mir das/ Also es ging mir so auf den Sack, dieses monotone. Das war so langweilig. Ich habe ja mal Every Day Squats gemacht und das ging, weil du halt mal hast du richtig heavy gemacht, mal hast du nicht ganz so heavy, mal hast du Pause gemacht, mal hast du Front-Back, was weiß ich was gemacht. Das ging alles. Aber bei diesen Swings habe ich mich/ Also ich weiß gar nicht mehr, ich glaube am elften oder zwölften Tag war es wirklich so, wo ich mich gefragt habe: Führst du die jetzt wirklich noch zu Ende. #00:13:04-4#
  • Da kommt das Tief. #00:13:05-4#
  • Wem will du irgendwas beweisen? Also da war ich wirklich so: Boah ey, ich mache das nicht noch einen Tag. Das ist so nervig. Ich habe es dann durchgezogen, aber es war halt auf jeden Fall eher so eine Kopfsache das noch durchzuziehen, weil es so langweilig war. Deswegen habe ich auch gesagt, dass ich das nicht noch einmal machen möchte. #00:13:22-3#
  • Ja. Ich kann das total verstehen. Das Einzige, was mich durchhalten lässt ist, dass ich das eben halt schon ein paar Mal gemacht habe. Also ich weiß dann eben halt wo die Tiefs kommen und ich weiß von vorneherein auf was ich achten/ #00:13:35-9#
  • Das ist gut, wenn man sich sozusagen so einen Gameplan zurechtlegen kann, damit man genau weiß: Okay, an dem Tag solltest du dir nichts vornehmen, am besten dich mit niemanden streiten, total peaceful sein, damit du genügend emotionale Kapazität hast, das dann an dem Tag ohne Jammern durchzuziehen. #00:13:56-7#
  • Ach so, ich mache das eigentlich dann eher umgekehrt. #00:13:59-9#
  • Um so Hardstyle die Power zu generieren. #00:14:04-1#
  • Genau. #00:14:05-6#
  • Geht auch, ja. #00:14:07-9#
  • Ich zähle bis drei und dann sage ich zwei. Nein, also das hilft mir zumindest. Beim ersten Mal war das wirklich sehr schlimm für mich, weil ich dann auch nicht/ Ja, also ich sage mal, in den ersten zwei Trainingssessions habe ich meine Hände zu Hackfleisch gemacht und dann fing das an zu verheilen, dann wurde es dann besser. Dann war das teilweise so, dass ich mich nach der Challenge dann wirklich erst einmal fünf Minuten auf den Boden legen musste, irgendwie atmen und danach habe ich mich dann irgendwie erst in die Dusche schleppen können. #00:14:48-3#
  • Echt so schlimm? Das war bei mir gar nicht so der Fall. #00:14:52-6#
  • Ja, du bist wahrscheinlich auch trainierter als ich, als ich das erste Mal beschlossen habe dieses schöne Ding zu machen. #00:14:58-4#
  • Aber dafür sind mir/ also wirklich die Hände, also das war so der größte Problemfaktor sage ich mal bei der Challenge. Also mal generell Hände- und Unterarmkraft. Die hat sich krass verbessert - also die Griffkraft/Ausdauer zumindest. Ich hatte ja viel gelesen und dann haben die Leute immer gesagt: Ja und hier und bessere Explosivität in der Hüfte und hier und da und total/ und was sie nicht alles der Challenge zugeschrieben haben. Und ich habe dann gesagt: Okay, ich erhoffe mir aus dieser Challenge einfach meine Griffkraft zu verbessern. Und ja, wenn dabei noch so ein bisschen Bauchspeck auf der Strecke bleibt, das ist auch cool. Und generell wollte ich durch diese Challenge auch einfach mal wieder so eine Routine haben, um regelmäßig Sport zu machen, weil das leider aufgrund von verschiedenen Familien/ familiären Situationen und arbeitsbedingt habe ich mich immer mehr vom Sport wegbewegt. Ich habe zwar immer mal wieder Zuhause - wir haben 18 Kettlebells Zuhause im Wohnzimmer - und habe dann immer wieder Zuhause so ein Mini-Workout mit der Kettlebell gemacht. Habe eigentlich nicht wie früher wirklich viel mehr trainiert, mich viel mehr bewegt, sondern habe halt mehr so einen sitzenden Lifestyle angenommen. Also viel mehr am Computer gearbeitet, viel mehr im Büro, viel mehr mit diesen ganzen Tagesaufgaben machen, die man halt in diesem blöden Unternehmen halt machen muss - den ganzen Steuerkram und so. Dadurch habe ich halt immer weniger Sport gemacht, habe auch insgesamt mein Personaltraining etwas runtergefahren, sodass ich auch nicht mehr so viel im Gym war. Da hat halt eins zum anderen geführt und dann bin ich halt extrem dick geworden, habe Muskeln abgebaut und habe mir gedacht: So, durch diese Challenge will ich wenigstens mal wieder ein bisschen mehr Routine haben mich mehr zu bewegen. Das hat auch funktioniert. Allerdings muss ich sagen, dass mir bei der Challenge es mir ziemlich auf den Geist gegangen ist – und das muss man auf jeden Fall so als Kontraliste ansehen – dass, ich glaube, das war schon bei der zweiten Einheit bereits, habe ich mir die Finger komplett getaped. Und du hattest ja auch schon gesagt, man müsste das eigentlich Tape Challenge nennen, weil das ist halt so heftig, dass man halt/ Natürlich bei 500 Swings, da reibt man sich natürlich Einiges an den Händen auf und vor allem ist ja dann auch der Griff der Kettlebell/ Vor allen Dingen der Kettlebell ist ja eigentlich nicht für einen Two-Hand-Swing sage ich mal gemacht. Und wenn man dann halt 500 Stück mit beiden Händen dran macht/ #00:17:37-8#
  • Obwohl ich glaube, es ist glaube ich mit den Dragon Door Kettlebells etwas besser, als mit den Competition-Kettlebells. #00:17:42-8#
  • Stimmt, die sind oben ein bisschen breiter noch. Das stimmt Aber trotzdem haben die Finger einfach viel Reibung und dadurch bildet sich auch - das ist mir auch noch aufgefallen an der Challenge - ich habe Hornhaut an der Außenseite vom Kleinen- und Ringfinger bekommen. #00:18:02-6#
  • Geil. Ich kenne das ähnlich, weil bei mir ist das so, bei meinen kleinen, pittoresken Händen, dass ich den kleinen Finger dann nicht reinnehmen kann. Das heißt, ich spreize - vornehm wie ich bin - immer den kleinen Finger ab. #00:18:17-9#
  • Genau. Und dadurch reibst du noch mehr zwischen dem Ringfinger. #00:18:22-9#
  • Ich habe auch so eine Merkliste, wenn ich diese Challenge anfange, dann steht dann eben halt auch sofort, dass ich am Ringfinger genau diese Stelle abtape. #00:18:34-0#
  • Das ist wichtig. Ja, generell, also als Kontra diese Tapechallenge. Dann ist es halt super, super langweilig. Die Hände sind halt am Anfang super angegriffen, bis die sich so daran gewöhnt haben - so nach sieben, acht Tagen. Dann ist bei mir auf jeden Fall zumindest/ klar, ich hätte das jetzt irgendwie wahrscheinlich noch mit irgendeinem - was weiß ich - VmaxPro sonst was Gerät messen können, ob ich explosiver geworden bin, aber ich gehe nicht davon aus, dass ich explosiver geworden bin. #00:19:06-8#
  • Ich glaube schon, weil du bist ja, sage ich mal, in der Zeit, wo du angefangen hast - ich habe das ja mitgekriegt - du bist ja mehrere Kettlebellgrößen hochgeklettert. #00:19:16-3#
  • Ja, aber das lag nicht an/ Also die 24er merke ich beim Swing gar nicht. Also die Unterarme, die Kraft, die Kettlebell nicht loszulassen, das hat sich verbessert - also die Griffkraftausdauer, aber eine explosivere Hüfte habe ich nicht bekommen. Ich habe es wie gesagt, ich habe es halt nicht getestet, aber eine explosivere Hüfte habe ich definitiv nicht bekommen. Kann aber natürlich auch daran liegen und da muss natürlich auch schaue von wo man kommt. Zum jetzigen Zeitpunkt schaffe ich natürlich keine 260 Kilo im Kreuzheben mehr, aber 230 sind auf jeden Fall noch drin. Und ich sage mal so, wenn ich halt 230 Kilo im Kreuzheben bewegen kann und auch jetzt noch über 120 Kilo im Clean and Jerk bewegen kann, da kann man mir mit einer 24er oder 28er oder auch 32er, da ist nicht so viel mit Explosivitätsverbesserung in der Hüfte. Ich hätte die Challenge, glaube ich, also nicht so wie wir sie jetzt mit leicht gebeugten Armen und so ein bisschen pendeln, sondern ich hätte die wahrscheinlich komplett Hardstyle durchziehen müssen, dann wäre sicherlich etwas an der Explosivität an der Hüfte passiert. Aber kein Mensch macht 500 Swings Hardstyle. #00:20:38-3#
  • Also ich habe angefangen, einfach mit der 48er und mir war klar, dass ich die nicht so hoch geschafft habe zu ziehen, wie ich das wollte. Und für mich bestand die Verbesserung darin, dass die Swings sozusagen immer mehr Hardstyle geworden sind - zum Schluss hin. Und da haben mich dann eben halt auch ein, zwei angepflaumt, eben halt so: „Nä, nä, nä, nä nä." Und das ist immer der Moment, wo ich mal dieses Bedürfnis habe, eine 48er auf die Füße zu werfen - nicht auf meine. Deswegen habe ich dann eben halt auch öfters reingeschrieben, dass ich einfach an der Form arbeite, über diesen Zeitraum und der ist dann eben halt nachher zum Schluss auch sehr gut besser geworden. #00:21:26-8#
  • Das ist halt die Sache. Das ist ja immer ein Weg. Generell die Internet Warriors stellen sich ja immer hin, als würden sie alles hundertprozentig perfekt machen. Und das ist halt einfach/ Das ist halt eine Challenge, das ist eine Herausforderung, was jetzt natürlich nicht dazu einlädt, eine schlechte Ausführung zu haben, aber/ #00:21:48-2#
  • Nein, man soll sich nicht verletzen. #00:21:49-5#
  • Genau. Aber, wenn man halt sozusagen die Kernparameter - Rücken fest und angespannt, Rücken gerade, Bauch fest, Hüfte fest - das war ja da. Das war gegeben, nur halt, dass die Arme vielleicht ein bisschen gebeugt waren. Das hilft allerdings auch, dieses Arme leicht beugen, hilft eben aber auch den oberen Rücken fest zu lassen und eben die Kettlebell nicht, wenn man sie MAXIMAL beschleunigt, eben nicht nach vorne wegfliegen zu lassen, sondern eben genügend Spannung im Rücken zu haben, damit die Kugel nicht die Arme an den Schultern ausreißt. #00:22:28-3#
  • Ja, ja, genau. Ich glaube, wenn man das Gleiche/ Ich hätte jetzt gesagt, das hilft mir bei großen Gewichten, die Schultern halt eben besser zu packen. Und da ich eben halt von der Schulterverletzung überhaupt erst zur Kettlebell gekommen bin, bin ich in diesen Punkten eben halt immer so ein kleines bisschen mimosich. #00:22:47-6#
  • Ansonsten hat sich natürlich durch diese enorme - ich sage mal High Intensity Belastung, hatte ich allerdings auch, wie du auch gesagt hast, schon bedeutend mehr Appetit. Das heißt, das, was ich am Anfang gesagt habe: Wenn so ein bisschen Bauchfett auf der Strecke bleibt. Das ist Zero passiert. #00:23:10-5#
  • Ja, das habe ich/ Ich habe das mal geschafft - ein Jahr. Frage mich nicht, was mich geritten hat. Ich habe nie gesagt, dass ich besonders brillant im Kopf bin, ich habe drei Tage, mehr oder weniger nur Proteinshake und Fasten ansonsten diese Challenge zu machen. Also ich glaube, ich habe in drei Tagen, glaube ich, acht Kilo verloren. Und danach hat meine Frau mir befohlen, wieder etwas zu essen. #00:23:39-9#
  • Ja, sonst wäre die Scheidung auf dem Tisch gewesen. „Du kommst jetzt wieder klar mit deinem Leben und ich bin die nächsten 30 Tage bei meiner Schwerster oder Freundin oder Eltern, oder was weiß ich wo." #00:23:54-7#
  • Ja genau. Nein, das macht sie nicht, das ist ja das Geile an meiner Frau, die ist eine Kämpferin. Wenn irgendwas nicht passt, die schiebst du mal nicht in eine Ecke und dann hoffst darauf sozusagen, dass das vorbeigeht, sondern das wird jetzt geklärt. Ja, die muss ich mir festhalten. Was ich auf jeden Fall festgestellt habe, ich habe mir jetzt eben halt immer gesagt: Okay, weniger essen bei dieser Challenge. Das kannst du mehr oder weniger vergessen. Deswegen ist das für mich die ideale Weihnachtsschallenge. Das heißt, wenn du die am ersten Dezember anfängst, dann hast du mehr oder weniger den Freibrief/ #00:24:40-9#
  • Vorbereitung und dann/ genau. Schön über die Feiertage hast du dann zumindest dein Soll erfüllt. #00:24:46-6#
  • Ja, nicht nur das. Also ich sage mal, kann man das nicht einfach als Massephase deklarieren? #00:24:52-9#
  • Klar, kann man auch. Aber das Gute ist halt, was ja genial an dieser Challenge wieder ist, ist, so jemand wie ich, der natürlich jetzt auch/ Gut, ich habe jetzt 18 Kettlebells Zuhause, aber die kann man halt einfach so zwischendurch machen. Also ich kann halt einfach - was weiß ich - morgens aufstehen, wenn die Kinder und die Frau noch schlafen und dann schleiche ich mich ins Wohnzimmer und dann swinge ich mir da einen ab. Das kann man halt einfach mal machen. Oder halt, wenn die Mittagsschlaf machen oder so, dann kann man halt einfach mal schnell, kurz eine halbe, Dreiviertelstunde da rumswingen, ohne jetzt irgendwo hinfahren zu müssen, sich umziehen, trainieren, wieder zurück, also insofern ist das natürlich schon sensationell. #00:25:36-6#
  • Genau. Ganz zur Not packst du sie dir einfach ins Auto. #00:25:39-6#
  • Oder so. Dann kannst du bei den Eltern im Garten oder so. Super, auf jeden Fall. Also ich habe ja nicht nur negative Sachen von der Challenge. Aber was mich noch ziemlich enttäuscht hat - also so richtig enttäuscht - da muss ich wirklich sagen ich bin selten wirklich enttäuscht im Leben, da war ich wirklich richtig hart enttäuscht nach der Challenge. Ich habe für mich immer so eine Benchmark und das ist 200 Kilo Kreuzheben, ohne Hook Grip oder ohne Kreuzgriff. Also das heißt wirklich nur im doppelten Oberhandgriff und die Daumen um die Stange gelegt, aber nicht als Hook Grip, sondern einfach nur um die Stange gelegt und 200 Kilo rutschen mir immer so ab Kniehöhe aus der Hand. Im Kreuzgriff kein Problem, mit Hook Grip kein Problem, aber im normalen Oberhandgriff rutscht mir das immer auf Kniehöhe raus. Und ich habe ja die Challenge jetzt auch mit 24 Kilo gestartet und bin dann relativ schnell hoch und habe den Großteil der Challenge mit 32 Kilo gemacht. Und die letzten drei Einheiten - glaube ich waren es, drei Einheiten, die letzten - habe ich dann mit 40 Kilo gemacht. Und das war total erstaunlich, weil ich am Anfang der Challenge, konnte ich die 50er Sätze mit der 24er, das war richtig mit Kämpfen verbunden und mit der 28er musste ich dann schon ein paar Mal, bei den 50ern, zwischendurch pausieren. Und bei der 32er musste ich dann auch manchmal pausieren und dann ist es halt irgendwann gut geworden. Und dann bei den 40ern konnte ich tatsächlich dann auch schon die 50er Serien unbroken machen. Und das hat mir total/ Also, da war ich richtig euphorisch: Ja, meine Griffkraft hat sich verbessert. Allerdings hat sich nur die Griffkraftausdauer verbessert. Ich habe das getestet - mit den 200 Kilo und ich glaube, zwei bis drei Tage nach der Challenge, so ein bisschen die Arme ausruhen gelassen und dann habe ich es getestet, und ich habe die 200 Kilo bis zum Knie gezogen und dann sind sie mir aus der Hand gerutscht und ich war so enttäuscht. Ich war so enttäuscht! #00:27:48-9#
  • Wenn du mal nach Hamburg kommst, dann lass uns mal zwei Tage trainieren. Dann habe ich so ein paar Sachen, die das eventuell auch mit Kettlebells beheben könnten. Das sind aber, wie soll ich sagen, ich habe auch ein paar Kettlebells sozusagen und zwar habe ich die Zuhause, die für den Club zu schwer sind. #00:28:17-8#
  • Ja, glaube ich dir. Dann die 60er und die 80er dann? #00:28:23-8#
  • 60, 80 und 92. #00:28:26-2#
  • 92 noch, genau. #00:28:28-8#
  • Das ist schon ganz ordentlich. Übrigens, hast du mal versucht, mit einer 80 Kilo Kettlebell Goblet Squats zu machen? #00:28:36-0#
  • Eine 80er habe ich noch nie tatsächlich in der Hand gehabt, aber mit einer 52er habe ich das Mal gemacht/ Nein, warte, 52, 50 - mit der Kettlebell, die in meinem Buch da ganz hinten vor dieser roten Mauer liegt. Ich glaube das müsste eine 52er gewesen sein. Mit der habe ich das Mal gemacht. Schwer für die Beine ist es nicht, aber für die Arme. Die Arme! Mit der 40er habe ich schon häufiger Goblet Squats gemacht und weil die für die Beine zu lasch sind, habe ich dann immer Jumping Squats gemacht. Und/ #00:29:16-6#
  • Okay, das ist aber auch schon fortgeschritten, sage ich mal. Also/ #00:29:21-8#
  • Total, aber das Schwierigste ist es halt sozusagen mit den Armen diese Kugel festzuhalten. #00:29:29-3#
  • Ich habe, ehrlich gesagt, bei der 80er geschummelt. Weil ich habe gemerkt: Oh, oh, das geht mir aus. Und dann habe ich die einfach umarmt und damit dann eben halt/ #00:29:42-3#
  • Hug Squat sozusagen. #00:29:43-4#
  • Genau. Es ist dann mehr ein Hug Squat geworden. Aber/ #00:29:47-3#
  • Das ist ja auch gut. Also kann man ja im WEITESTEN Sinne eigentlich als (unv. #00:29:52-7#) Squats gelten lassen. #00:29:53-6#
  • Ja komm, lass uns das mal ausprobieren und dann diskutieren wir das aus bei einem Steak oder so was. #00:29:59-6#
  • Ansonsten, was ich auch noch festgestellt habe bei der Challenge, das war echt krass, also, ich habe eine relativ gute Hamstring-Beweglichkeit, die hat sich auf jeden Fall so ein bisschen verbessert und vor allen Dingen bin ich halt auch dort stark gewesen. Das habe ich festgestellt, weil ich immer mal wieder so Sprints mache oder Treppensprints. Und da ist es ganz oft so, dass ich in den Hamstrings dann so kleine Zerrungen oder kleine Muskelfaserrisse mir zuziehe, wenn ich Sprints mache. Und das ist richtig gut geworden. Da habe ich, bei den Treppensprints, gar keine Probleme mehr gehabt, was halt echt cool ist, dass da sozusagen die Hamstrings definitiv stärker und more resiliant geworden sind. Also generell klar, Rücken und mein Rumpf waren halt einfach fest, da habe ich auf jeden Fall gemerkt, dass ich da eine hohe Spannung aufgebaut habe. Ich weiß jetzt nicht, ob das unbedingt positiv oder negativ ist oder einfach neutral, aber auf jeden Fall habe ich eine Spannung dort aufgebaut. Was geil war ist, der Arsch war auf jeden Fall knackiger danach. #00:31:18-7#
  • Ja, definitiv. Definitiv, das ist/ #00:31:22-6#
  • Das war schon krass auf jeden Fall. Das hat man deutlich gespürt, dass der Arsch also richtig knackiger gewesen ist. Und natürlich, es ist halt natürlich, auch wenn die Challenge langweilig wie Sau ist, kann man einfach auch den Kopf ausschalten und einfach machen. Man muss halt nicht nachdenken, welches Gewicht kommt als nächstes, wie viele Sätze mache ich noch, was kommt danach, sondern man fängt an und man hört auf und man kann halt den Kopf komplett ausschalten und einfach machen. Man kann komplett durchziehen. Und die Ausdauerverbesserung allgemein, also so Alltagsbewegungen, was weiß ich, mich irgendwo mit meinen zarten, was habe ich zuletzt gewogen, ich habe, glaube ich, 104 Kilo gewogen/ #00:32:09-7#
  • Juhu, jemand der schwerer ist als ich. #00:32:12-4#
  • Und dann habe ich sozusagen natürlich auch bei Alltagsbewegungen gemerkt, dass es natürlich ein bisschen Gewicht ist, was ich mit mir rumschleppe. Und da habe ich mich danach besser gefühlt einfach, weil ich einfach sozusagen diesen Kardioinput samt Zusatzgewicht sozusagen hatte und dadurch fiel es mir leichter mich dann im Alltag noch so rum zu bewegen. #00:32:38-7#
  • Ich finde bei dieser, ja, wie soll ich sagen? Also, wenn du deinen Körper als Motor siehst, finde ich, dass dir diese Challenge einfach mehr Hubraum gibt. #00:32:49-1#
  • Ja, das kann man so sehen. Das ist tatsächlich witzig, also ich habe ja immer ein bisschen rumgerechnet und mit der 32er hat man ja 16 Tonnen, die man so im Training bewegt, wenn man jetzt nur das Kettlebellgewicht nimmt und nicht noch die Grinds dazwischen zieht, sondern nur die Kettlebell und da hat man mit der 32er 16 Tonnen, die du pro Trainingseinheit bewegst. Bei der 40er letztlich waren es dann 20 Tonnen pro Trainingseinheit und das vier Mal die Woche. So ein hohes Volumen kannst du mit keinem anderen Training fahren. Kein Mensch würde auf die Idee kommen - ich sage mal so - ein normales Kniebeugen Training da hast du dann fünf bis acht Tonnen vielleicht bewegt, aber du würdest nicht auf die Idee kommen, das vier Mal die Woche zu machen. So hast du halt, mit dieser Kettlebellgeschichte hast du dann auf jeden Fall eine Möglichkeit, wie du ein hohes Volumen fahren kannst, um sozusagen - was weiß ich - wenn man jetzt sagt: Hey, meine Hamstrings müssen stärker werden, damit sie mir bei einem 350 Kilo Deadlift nicht abreißen. Da kann man halt einfach auch eine High Rep Swings machen, um sozusagen das Volumen zu fahren und - was weiß ich - 20 Tonnen zu bewegen - in einer Einheit, ohne jetzt sozusagen sich kaputt zu machen und um einfach die Hamstrings sozusagen einfach zu kräftigen - also spezifisch zu kräftigen. #00:34:14-7#
  • Mir fällt da was ein. Ich bin krank geworden und ich wollte/ Also wir haben das bei uns im Club eben halt mit mehreren Leuten gemacht. Also normalerweise ziehe ich die Challenge nur für mich alleine durch, aber da bin ich im Club darauf angesprochen worden und ich so: „Ja okay, klar, macht gerne mit. Ich weiß, auf was ich mich einlasse." Und die waren, ich glaube, vier Tage oder so was war ich weggeschossen, konnte gar nichts machen und dann hatte ich dieses so: Okay, jetzt bist Du wieder reingekommen. Und jetzt wollte ich die Tage aufholen. Und an einem Tag habe ich eben halt zwei Sets gemacht. Das heißt 500 Swings, eine Stunde Meditationskoma und dann noch einmal 500 Swings drangemacht. #00:35:04-8#
  • Du hast doch völlig einen Schaden. #00:35:06-9#
  • Ja, das geht. Das lustige ist, am nächsten Tag war dann auch immer noch ein Trainingstag, den habe ich auch gemacht und dann fühlen sich 500 Swings auf einmal recht kurz an. Und danach hatte ich einen Rest Day und dieser Rest Day, den habe ich sowas von gebraucht. Wie gesagt, falls jemand zuhört und auf die Idee kommt, dass 1.000 Swings an einem Tag eine gute Idee ist/ #00:35:37-3#
  • Ist es nicht! #00:35:39-8#
  • Ja, es ist machbar, aber es ist/ Also, wenn ihr es vermeiden könnt, dann macht das. #00:35:47-1#
  • Ich war ja zwischendurch auch krank und hatte ja auch glaube ich eine Woche Pause, weil ich den einen Tag richtig 39,5 Fieber hatte und das war dann doch ein bisschen hoch das Fieber, dass ich dann gesagt habe, ich mache mal wirklich eine Woche Pause, um mir da die richtige Regeneration zu gönnen, weil das Letzte, was ich jetzt noch gebrauchen könnte, wäre irgendwie eine verschleppte Erkältung oder dann halt irgendwie eine Herzmuskelentzündung. Ich hatte schon einmal einen Klienten gehabt, der hatte eine Herzmuskelentzündung. Das ist echt kein Spaß. Der konnte, glaube ich, ein Dreivierteljahr, durfte er/ Da hat der Arzt zwar ihm gesagt, er kann ihm jetzt nicht direkt verbieten Treppen zu nehmen, wenn er jetzt irgendwie in sein Haus möchte oder so, aber er sollte tunlichst Pause machen beim Treppensteigen und am liebsten eigentlich eher einen Aufzug nehmen, ein Dreivierteljahr. Also wirklich quasi jegliche Art der Anstrengung vermeiden. Das ist total krass. #00:36:49-2#
  • Das ist sogar kacke. Gerade für - ich glaube - Leute für uns ist das/ #00:36:55-6#
  • Gar nicht machbar. Vor allen Dingen auch, wenn man jetzt noch sagt, ich habe zwei Kinder. Wie erklärst du denen, dass du jetzt nicht mit denen rumspielen kannst? Und ich bin halt auch so ein Papi, der viel mit denen so rumtollt einfach. Also auf dem Spielplatz oder so, dann renne ich mit denen nach oben und dann rutschen wir die Rutsche, dann klettern wir da hoch halt. Und dann soll ich mich mit einem Kaffee an den Rand stellen und sagen: „Macht mal?" //Die verstehen doch die Welt nicht mehr.// #00:37:22-6#
  • //Nein, das sollst du nicht.// Johannes, das sollst du nicht, Kaffee ist viel zu aufregend. Du müsstest dann auch auf den Kaffee verzichten. #00:37:27-9#
  • Stimmt. Mit einem Wässerchen, aber still, nicht sprudelnd. #00:37:31-5#
  • Genau. Und nur noch langweilige Serien über Buchhaltung gucken. #00:37:38-4#
  • Nein, das regt mich viel zu sehr auf. #00:37:40-2#
  • Aaah fuck! #00:37:44-7#
  • Also eigentlich kann man schon zusammen sagen, dass man so bei dieser 10.000 Swings Challenge, dass, wenn jetzt jemand auf die Idee kommt, der sagt halt: Hey, ich habe einen ganz ordentlichen Swing und schaffe den schon mit 24 Kilo. Dann kann man ruhig mal sagen: „Hey, du profitierst definitiv volles Pfund von der 10.000 Swing Challenge." Aber ich sage mal, wenn jetzt jemand, so wie ich jetzt, ein bisschen stärker ist, ein bisschen explosiver schon ist, dann sind die Benefits/ Also die Langeweile wiegt einfach die kompletten Benefits auf. Und das, was ich sozusagen aus dieser Challenge mitnehme ist, dass man einfach auch gerne mal so einen 500 Rep Swing Set sozusagen mit ins Training einbauen kann, aber ich würde es halt nicht mehr so als 20 Tage in 30 Tagen als Challenge durchziehen wollen. Man kann diese High Reps Sets auf jeden Fall als Assistenzübung für das Training mit reinbauen, aber die Benefits sind, glaube ich, eher für Einsteiger und mittelfortgeschrittene Menschen geeignet. Die haben am meisten Benefits von der Challenge auf jeden Fall. #00:39:03-3#
  • Also ich habe festgestellt, dass die Leute bei mir, die sind jetzt, wenn es darum geht, Swings zu machen, also jetzt wenige Swings mit einem hohen Gewicht, dann sind die jetzt einige - ich glaube - drei Größen höher geschwungen. #00:39:23-3#
  • Nice! #00:39:24-4#
  • Also, keine Ahnung, vorher 32er und jetzt machen die das mit einer 44er. #00:39:33-1#
  • Siehst du, ich konnte gar nicht gucken, ob ich mich verbessert habe, weil wir ja nur 28/ ach nein 52 ist die dollste, aber mit der kannst du keine richtigen Swings machen. Die kannst du mal für die Goblet Squats nehmen, aber das ist eigentlich so ein altes Tradingweight, also so ein richtig altes Ding. Wenn du das anfängst rumzuswingen, dann brichst du, glaube ich, irgendwann den Griff ab. Und so einen 50 Kilo Eisenball durch die Gegend werfen... Ha.... #00:40:02-0#
  • Hey, ja, fang mal! #00:40:03-8#
  • Genau. Das kannst du ja noch nicht mal vor die Wand stellen, weil das reißt einfach wie so ein Wrecking Ball die Wand ein. #00:40:10-9#
  • Na ja gut, aber wenn das darin stecken bleibt, mit Griff noch, dann würde das erstmal als Kunstwerk gelten und/ #00:40:21-8#
  • Das wollte ich auch gerade sagen. Das kann man super als/ #00:40:23-9#
  • Ja? Und dann setzt du vielleicht noch von Dan John diesen Spruch dazu: „Never let go." Also bei mir habe ich festgestellt, je häufiger du diese Challenge machst, davon mal abgesehen, einmal im Jahr reicht total, dann habe ich auch die Schnauze sowas von voll, aber das sich bei mir viele Sachen einfach immer noch verfestigen, kräftiger werden und das hilft mir dann eben halt auch bei vielen Feats of Strength. Also bei den Kraftakten, die ich mache, weil gerade schwere Swings, die scheinen sich sehr gut auszuwirken auf dieses Kettensprengen mit dem Brustkorb, was ich mache. #00:41:16-9#
  • Du hast ja insgesamt, also Kettlebell Training allgemein ist ja super für die gesamte Rumpfmuskulatur. Und bei so einem High Rep Set mit schnellen Bells, du da bauen sich halt nicht die ganzen Bizeps- und was weiß ich was - Brustmuskeln auf, sondern da bauen sich halt die ganzen tiefen Rumpfmuskeln. Die werden halt richtig massiv und/ Also positiv ist natürlich, dass du dann natürlich bei diesen Feats of Strengths massiv punkten kannst, negativ ist halt, du wirst niemals mehr mit einer Wespentaille auf die Bodybuildingbühne gehen können. #00:42:01-7#
  • Oh Scheiße, das sagst du mir jetzt erst. Oh Mann! #00:42:04-6#
  • Du hast dich schon angemeldet, hmm? #00:42:05-7#
  • Ich gehöre ja mehr zu den Leuten mit dem Waschtrommelbauch. #00:42:11-5#
  • Ja, kenne ich, Waschbärbauch. #00:42:14-6#
  • Aber hart und flauschig. Nein. Fuck, fuck, fuck, wie kriege ich die Bilder aus dem Kopf? Johannes und ich entschuldigen uns ganz, ganz herzlich bei den weiblichen Zuhörern dieses Podcasts. Diese Albträume wurden Ihnen präsentiert von/ #00:42:29-7#
  • Das war alles nur ein Traum, bitte schauen Sie hier rein, Sie werden jetzt geblitzdingst. #00:42:36-6#
  • Was ich allgemein festgestellt habe, wenn du diese Rumpfstabilität noch mehr ausprägen willst, weil, wenn du Kettlebellswings machst, dann ist das ja vorne nach hinten Rumpfstabilität, mehr oder weniger und weniger zur Seite. Und zwar ist das eine Sache, durch die ich gekommen bin durch die Kraftakte und zwar das verbiegen und aufzwirbeln von Stahlstangen. Du nimmst dann eben halt ein schönes quadratisches Profil, normalerweise habe ich dafür eben halt 1,2 Zentimeter genommen, ich habe das aber auch schon einmal mit 1,4 gemacht. Was ich festgestellt habe, die Rumpfstabilität, die du von Swings kriegst, ist eben halt sehr, sehr gut den Schulterbereich packen können und geht eben halt nach vorne und nach hinten. Was du eben halt sehr gut machen kannst für die Rumpfstabilität, für die ganzen seitlichen Geschichten, ist Steelscrolling. Eisen aufzwirbeln oder wie man das sonst nennen würde. Und zwar nimmt man dafür eben halt einen Profilstahl, quadratisch, also 12 Millimeter mal 12 Millimeter zum Beispiel - mein Rekord liegt übrigens bei 14 mal 14 Millimeter. #00:44:06-1#
  • Das ist schon heftig, #00:44:07-3#
  • Und ja, man biegt die Enden ab, dass man dann irgendwie - wie nennen sich diese komischen Schlüssel, die so abgewinkelt sind? #00:44:19-6#
  • Inbus. #00:44:20-5#
  • Ja, bloß auf beiden Seiten eben halt abgewinkelt. Und die Spielregeln sind, dass du das mit dem gesamten Körper verbiegen, drehen, was auch immer darfst, du darfst es aber nirgendswo einspannen. Das heißt, du musst dann eben halt auf den einen Winkel treten und dann versuchen das andere Ding einfach immer zu drehen, als wenn du so ein riesiges Spielzeugauto aufziehen würdest. Und das ist eben halt sehr, sehr lustig. Du musst übrigens sehr, sehr aufpassen. Also, wenn du das irgendwie unkonzentriert machst, dann schnappt das gerne mal eine oder eine halbe Drehung zurück und das ist jetzt nicht, was ich jemanden empfehlen würde, der unkonzentriert ist. Aber, durch diese extrem starken Drehbewegungen mit dem ganzen Körper mit, da kriegst du Rumpfstabilität. Da merkst du Muskeln, die hast du noch auf keiner Landkarte gefunden. #00:45:23-1#
  • Da ist es halt wirklich - der Körper ist eine Einheit. Also da greifen wirklich mehrere Muskelgruppen so ineinander, wo hat man das denn heutzutage? Mir würde ad hoc nichts einfallen aus dem alltäglichen Leben, wo man sich jetzt so anstrengen müsste mit verdrehen und gegenarbeiten oder sonst irgendwas. #00:45:52-5#
  • Mir fällt das auch nicht ein. Ich würde super, super gerne mal jemanden der Brazilian Jiu-Jitsu macht oder Grappling oder so was in dieser Richtung, einfach mal unter die Fittiche nehmen und den darin ein bisschen unterweisen, den das eben halt ein bisschen machen lassen und dann einfach mal sehen eben halt, ob das einen Übertrag hat und hoffe, dass er keinen umbringt. #00:46:14-8#
  • Aber das wäre bestimmt eine gute Sache, das einmal auszuprobieren. #00:46:19-3#
  • Besonders, weil so ein paar Sachen, ich habe früher eben halt viel Judo gemacht und das Lustige ist, bei so ein paar dieser Bewegungen fängst du dann an, ich weiß jetzt nicht, ob das durch die Vorbildung von mir ist, auch ähnliche Griffe sozusagen einzusetzen. Aber was du eben halt mit dem Stahl machen kannst, da kannst du das eben halt in der Bewegung komplett durchziehen unter Kraft. Und das könntest du zum Beispiel nicht mit einem Trainingspartner, oder du brauchst eben halt mehr davon. Kommen wir aber trotzdem mal wieder ein bisschen zurück auf die Kettlebell. Was würdest du jemanden empfehlen - mal abgesehen von deinem Buch - was ich auch mal unterschreiben kann, wenn jemand mit der Kettlebell anfangen will? Ich würde als erstes sagen: „Ey, such dir einen guten Trainer, der das lebt." Was wäre dein/ #00:47:12-0#
  • Definitiv. Was wäre mein Tipp? Auch definitiv. Es ist ja immer wieder so, dass ich gefragt werde: Hey, kann man sich denn überhaupt mit deinem Buch das Training mit der Kettlebell selbst beibringen? Und dann muss man ganz klar sagen: „Ja, kannst du." Aber genauso wie mit allen anderen Dingen ist es halt so - Kannst du dir das Autofahren selber beibringen? Na klar, aber die meisten Menschen brauchen oder sind zumindest so, dass sie gerade was – das ist ein schlechtes Beispiel mit dem Fahrlehrer – aber, dass sie halt einfach mit ihrem Körper nichts mehr anfangen können, dass sie einfach gar nicht spüren können, wo, wie, wann sich was bewegt und wenn du sozusagen einfach kein oder ein schlechtes Körpergefühl hast, dann wirst du halt auch einfach Dinge, die darin beschrieben sind, egal, ob das in einem Buch oder Video ist, nicht gut umsetzen können. Und dann brauchst du einfach jemanden, der neben dir steht und dich entsprechend in eine Position hineindrückt oder dir halt entsprechend genau deiner Defizite Übungen aufzeigt, mit denen du erlernen kannst, was du wo spüren musst und was du wo anspannen musst. Dementsprechend ist, sage ich mal, die erste Anlaufstelle, wäre ein Seminar oder, wer es sich leisten kann, ein Personaltraining und dementsprechend wirklich dort one-on-one das zu lernen. Aber man kann es sich natürlich auch einfach nur anhand eines Buches beibringen. Ich selbst bin, zum Beispiel auch so jemand, der sehr viel durch Bücher einfach lernt, also ich kann einfach für mich dann einfach Dinge umsetzen. Ich lese irgendwas und sage: Okay, der meint es so und so. Dann probiere ich es mal aus und dann weiß ich schon worauf es ankommt und worauf man achten muss. So ist es halt bei dem Buch auch. Neulich war es erst so, da hatte ich ein Personaltraining und ich war total geflasht. Der hat sich das halt komplett selber beigebracht und der konnte einen recht guten Swing, einen recht guten Snatch und einen recht guten Turkish Get Up und das hat er sich alles selbst beigebracht. Da dachte ich so: Wow, krass, so gut kriegen das manche Leute nach einem Seminar nicht mal hin. #00:49:36-5#
  • Aber der hat auch garantiert Zeit investiert. Und die erste Berührung, die ich mit der Kettlebell hatte, war, ich hatte einfach diese fixe Idee: Ey, andere Leute haben ihre Schulter damit wieder heil gekriegt. Und ich hatte eine 12 Kilo Kettlebell, ich hatte das Gefühl, ich laufe mit so einer Damenhandtasche rum und hatte dieses Buch „Enter the Kettlebell" von Pavel Tasolin und das war alles, was ich hatte. Und ich habe dann irgendwie, ich glaube, damit drei Jahre trainiert - vier Jahre? Ich weiß nicht - drei Jahre? Und dann war das erste Mal, dass ich zum Seminar gegangen bin. Also so: Okay, Anfänger Seminar. Und ich dachte mir: Ja, okay, ich bin ja schon echt kräftig und so. Und dann war ich auf einmal geflasht an so vielen Details, die an mir vorbeimarschiert sind. Das erinnert mich immer an diese Memes: Was die Leute denken, was ich mache, was meine Eltern denken, was ich mache, was ich denke, was ich mache und was ich tatsächlich mache. Und das kriegst du eben halt nicht vom Buch. Ich gebe noch einmal einen kleinen Tipp: Wenn einer nach Buch trainiert, weil er keine andere Möglichkeit hat, nehmt euch zumindest per Video auf, aus verschiedenen Blickwinkeln und guckt euch das mal ganz in Ruhe an. #00:51:09-0#
  • Das kann auf jeden Fall helfen, ja. #00:51:10-9#
  • Trainer immer noch vorzuziehen, aber gerade diese körperliche Wahrnehmung das braucht dann doch eben halt schon - ja, ich würde sagen ein paar Jahre bis sich das gut entwickelt hat. #00:51:22-3#
  • Das ist ein lebenslanger Prozess. Also man macht ja, selbst wenn du, was weiß ich, fünf, sechs, sieben, acht Jahre lang Kniebeugen machst, dann wirst du nach fünf, sechs, sieben, acht Jahren immer noch Fortschritte an der Technik machen, solange du sozusagen immer danach bestrebt bist auch Dinge zu verbessern oder dich regelmäßig auch immer durchchecken lässt von jemand anderem. Und so ist es halt beim Kettlebell Training auch. Also Sebastian Müller hat ja auch zum Beispiel gesagt, der hat ein halbes Jahr lang nur Swing und Get Up gemacht und hat halt die ganze Zeit davon profitiert. Das ist Wahnsinn, wie man einfach von solchen regelmäßigen Bewegungen immer noch profitiert. Man hat nie ausgelernt. Ich würde auch bei mir behaupten, dass ich halt noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angekommen bin. Bei mir gibt es auch noch einige Dinge zu verbessern und das sehe ich auch so als lebenslangen Prozess an. Man hat immer so seine besonderen Augenmerke auf bestimmte Dinge, man hat immer seine Prioritäten und da kann man sich halt immer verbessern. #00:52:32-5#
  • Das sehe ich übrigens ganz genauso. Und gerade bei Turkish Get Up und Swing, ich nenne die immer Brot- und Butterübungen, das ist so: „Ja, ja, ja, aber hier kommen ja hier Brot und hier Butter und der Rest ist Belag. #00:52:50-8#
  • Auf jeden Fall. Wenn man halt mit der Kettlebell arbeitet, sind das definitiv die Grundvoraussetzungen alles andere auch gut hinzubekommen. #00:53:01-0#
  • Was sind denn deine/ Ja, fangen wir mal an mit deiner Kettlebell: Also nicht, was du als das Wichtigste achtest, sondern was ist die Kettlebellübung, die dir am meisten Spaß macht? #00:53:17-7#
  • Jonglieren und Bendpress. #00:53:20-1#
  • Ah geil! Jonglieren ist supergeil, da bin ich auch mit D'accord. Obwohl, liebe Zuhörer seid vorgewarnt: Bitte macht das draußen und nicht auf dem heimischen Parkettboden. #00:53:32-7#
  • Ja, im Rasen oder im Sand am besten. #00:53:36-1#
  • Und: Quick feet are happy feet! #00:53:40-5#
  • Ich muss auch sagen, mir ist die glücklicherweise noch nie – Toi, Toi, Toi – noch nie auf den Fuß gefallen. Sie ist mir zwar schon etliche Male beim Jonglieren runtergeknallt, aber noch nie auf den Fuß gefallen. #00:53:53-8#
  • Ich hatte mal die doofe Idee mit einer 48er Flips zu machen. Das war nicht so einfach. Ich bin dann runtergegangen auf eine 40er und das ging dann, aber das war jetzt keine schöne Sache und ich glaube, ich habe bestimmt drei, vier Maulwürfe. #00:54:13-6#
  • Wo wir bei dummen Dingen sind, ich habe einmal relativ unaufgewärmt mit einer 40er jongliert und habe danach ein Dreivierteljahr lang eine Entzündung im Ellbogengelenk gehabt. Beim Jonglieren unterschätzt man einfach diese Fliehkräfte, die halt einfach wirken. Und wenn halt 40 Kilo beschleunigt abgefangen werden müssen/ Und dann halt bei meinen schwachen Unterarmen. Da habe ich mir halt direkt irgendwie eine Zerrung zugezogen und die hat sich aber echt als fiese Entzündung manifestiert. Da hatte ich ein Dreivierteljahr mit zu kämpfen und das war echt nervig. #00:54:59-0#
  • Das mit den Unterarmen, das kriegen wir hin. Ich bringe dich mal mit so ein paar Kraftakten und so weiter in Verbindung und passe mal auf, was deine Unterarme alles machen. #00:55:09-0#
  • Aber das ist schon geil. Jonglieren ist wirklich/ da merkt man auch, so wie du gesagt hast, wie beim Stahl verbiegen - beim Jonglieren da merkst du auch deinen Rumpf. Ich habe nichts bisher kennengelernt, was den Rumpf so fordert, wie Jonglieren. #00:55:22-8#
  • Ja, es ist mal ganz einfach. Wenn du dieses bewegte Gewicht dann abfängst, wenn du irgendwas lose bist, das reißt dann in Anführungsstrichen ab - Hoffentlich nicht wirklich. Ja, wenn die Schultern nicht gepackt sind/ Also stellt euch mal jetzt so ein Hähnchen vor, nehmt einfach mal so einen Schenkel und/ #00:55:42-9#
  • (Knirschgeräusch). #00:55:43-8#
  • Genau. Es ist auch immer ein gutes Bild, wenn du den Leuten beibringen sollst sozusagen ihre Schultern zu packen. Die Leute wissen schon, wenn ich vom Brathähnchen anfange bei mir - Ja Johannes, Bendpress ist dann ja halt noch eben eine Lieblingsübung von dir. Ich finde sie auch sehr gut, allerdings habe ich immer Schwierigkeiten mit der Schultermobilität. Das heißt, ich brauche sehr, sehr lange mit ganz niedrigem Gewicht, bis ich mich dann so ein bisschen hocharbeite mit der Bendpress. Ich habe bei dir auch gesehen mit 48er - ist schon eine schöne Geschichte. #00:56:20-2#
  • Ich habe jetzt mittlerweile, da waren Sebastian Müller, Katja Graumann und Michael Müller - Quatsch – Michael Schaller. #00:56:33-1#
  • Ja, das ist der Handstandmann für mich, aber okay, Sebastian auch. #00:56:39-4#
  • Das ist mir so unangenehm, wie oft ich seinen Namen verbasele. Auf jeden Fall waren die drei bei mir im Gym und wir haben halt so ein bisschen rumgekugelt und dann haben wir halt auch mit den Bendpress sozusagen geguckt, sind auch mal ausgemaxt und da hatte ich dann eine 40er und eine 12er. Also 52 Kilo wären dann sozusagen jetzt momentan mein 1RM, allerdings ist natürlich zwei Kugeln zu bewegen immer noch einmal schwerer als eine. Ich bin mir sicher, dass ich auch eine 60er schaffen würde. Aber das ist eine richtig, richtig, richtig coole Übung. #00:57:22-5#
  • Ich habe die 60er gesehen von Timo Nass beim RKC 2, letztes Jahr bei Dan John - ist schon cool. Übrigens: „Hey, komm nach Hause, ich habe hier eine rumstehen. #00:57:36-4#
  • Ja? Tatsächlich, wenn ich mal in Hamburg bin, dann komme ich auf jeden Fall vorbei. Was ich mache mit der Bendpress zum Beispiel ist ganz oft, dass ich das mit ins Warmup integriere. Also zum Beispiel ich mache dann fünf One Arm Swings mit der 16er links und rechts, dann fünf Cleans links und rechts, dann fünf Jerks links und rechts - oder Presses, dann fünf Snatches links und rechts und dann von fünf Bendpresses links und rechts. Danach gehe ich zu höheren Kettlebell - auf die 20er und dann mache ich drei, drei, drei, dann gehe ich auf die 24er, dann mache ich eins, eins, eins, dann gehe ich auf die 28er, 32er und dann arbeite mich sozusagen langsam hoch - immer so mit einer Wiederholung. #00:58:19-0#
  • Ey, das ist auch eine schöne Geschichte. Ich mache das meistens bei mir, dass ich dann mit einer 12er anfange und dann eben halt gucke, wie weit ich komme. Als ich das eben halt häufiger im Trainingsplan hatte, bin ich bis zu einer 28er hochgekommen, aber dann hat mir einfach sonst die Schulter einfach weh getan. Es gibt da so einen Bereich, wenn ich den eben halt aufgeladen habe, das geht noch, aber, wenn ich dann drücke, die ersten fünf Zentimeter, beziehungsweise die ersten fünf Zentimeter gehen dann auch vom Bewegen her, aber dann gibt es dann so einen Punkt, da fängt das eben halt an in den Gelenkspalten einfach wehzutun und dann gehe ich dann eben halt auch nicht höher - was soll das. #00:59:05-7#
  • Dann können wir ja mal gucken, wenn ich dann da bin, zeigst du mir das Stahlverbiegen und wir gucken dann nochmal wegen dem Bendpressen. #00:59:16-8#
  • Wir machen mal zwei Tage Training zum Fressfest. Das heißt ich hätte dann eben halt noch Stonelifting im Angebot und/ #00:59:27-9#
  • Au ja, das macht auch Spaß. Das habe ich bisher nur ein einziges Mal gemacht auf einem Strongman-Wettkampf. Was so ein bisschen überraschend kam für mich, weil ich halt noch nie einen Stein gehoben habe und das war schon eine andere Nummer. #00:59:42-0#
  • Ja, wenn ich das den Leuten beibringe, dann mache ich immer Naturstein und eben halt auch Atlassteine. Und beides hat eben halt seinen eigenen Charme. #00:59:54-8#
  • Boah, Natursteine habe ich mal in Thailand gemacht, das war eklig. #00:59:57-6#
  • Ich liebe Natursteine, weil seitdem sind Spaziergänge mit der Familie einfach viel, viel cooler. Okay, meine Frau/ #01:00:09-1#
  • Ja, wenn man zwischendurch mal ein bisschen abdrehen kann. #01:00:13-6#
  • Meine Frau schämt sich in Grund und Boden, aber/ #01:00:16-9#
  • Man darf niemals sein inneres Kind verlieren, wenn man draußen spa/ Also wie langweilig wäre denn das Leben, wenn man nicht spazieren geht und sagt: „Uh, der Baumstamm gefällt mir, mal gucken, ob ich den flippen kann. #01:00:28-4#
  • Ja, genau. Klasse! Du, ich muss mich jetzt leider ein bisschen kürzer fassen, aber Johannes, könntest du den Leuten eben halt noch einmal so drei positive Dinge für ihr Leben mitgeben? Also das muss nichts mit Kettlebell zu tun haben, das kann einfach auch sein, wie man gesünder ist, netter zu seinen Mitmenschen oder keine Ahnung, besser lernt. #01:00:55-0#
  • Pffff, drei Dinge für das positive Leben. Also zum einen ist Tracking eine wichtige Sache, egal in welcher Hinsicht. Wenn du etwas verbessern möchtest, egal in welcher Richtung, dann solltest du irgendeine Art von Journal führen. Du kannst dich nicht darauf verlassen, dass dein Gehirn sich an die richtigen Sachen erinnert, wie sie gewesen sind. Es gibt so ein chinesisches Sprichwort: „Die Vergangenheit malt mit goldenen Pinseln. Das heißt, wenn du dich an die Vergangenheit erinnerst, dann werden dir negative Sachen gar nicht so auffallen. Wenn du aber negative Dinge verändern möchtest an dir zum Beispiel, dann musst du regelmäßig das ganze tracken und aufschreiben und dann eben auch reviewen, also anschauen und gucken, was du bisher getan hast, um das zu verändern. Was jetzt nichts Negatives gewesen ist, aber ich möchte zum Beispiel einfach/ Liebe ist ja zum Beispiel, ja, man sagt ja immer schön, man muss es tun und das stimmt ja auch. Also, wenn man jetzt mit seiner Frau zusammen ist, so eine Ehe, die dümpelt halt nicht einfach so vor sich hin und wenn sie es doch tut, dann ist sie bald vorbei. #01:02:19-6#
  • Das sollte sie nicht, ja. #01:02:21-4#
  • Das heißt, zum Beispiel habe ich angefangen, ich habe mir so kleine Notizblöcke gekauft - also wirklich kleine - und habe halt sozusagen auf jeder Seite immer - meine Frau darf das hier jetzt nicht lesen/ äh nicht hören den Podcast, weil zu ihrem Geburtstag wird sie dann halt/ Also ich habe das letztes Jahr gestartet und habe halt sozusagen jeden Tag eine Sache aufgeschrieben, die mir an ihr gefällt, also sei es jetzt irgendwas oberflächliches wie ihr Aussehen, ihr Lächeln, ihre Augen - was weiß ich was - irgendwas was mir sozusagen an ihrem Körper, an ihrem Aussehen gefällt oder wie sie mit unserem Sohn umgeht oder wie sie generell mit dem Leben/ Also irgendetwas Positives an diesem Tag und ich schreibe sozusagen jeden Tag eine positive Sache über meine Frau auf. Dadurch kann ich halt einfach natürlich - ich weiß nicht - man kommt ja immer an so einem Punkt, wo man sich auch mal so ein bisschen so - Ha, knirsch, so ein bisschen in den Haaren hat, ist ja ganz normal. Und das hilft einem sozusagen nicht dann zu sagen: Man das ist alles so Scheiße, sondern sofort die Gedanken auf das Positive zu bringen und sich dann halt sozusagen am Ende des Tages hinzusetzen und zu sagen: Was ist das Tolle an meiner Frau. Und sich nicht darauf sozusagen einlassen und sich in so eine Negativspirale einziehen lassen. Das ist jetzt nur so ein Beispiel, was ich jetzt gerade mache, dass ich so ein Spouse-Journal führe. Ansonsten ist das halt einfach eine Sache, wenn du etwas ändern möchtest, musst du Journal/ also Journaling ist auf jeden Fall eine Sache, die dein Leben positiv verändern wird. Dann ist eine weitere Sache Babysteps. Also egal wie, ich habe bisher kaum, also es ist wirklich eher die Ausnahme, wenn Menschen dann wirklich Radikalchanges machen und dann damit erfolgreich sind langfristig. Es sind die wenigsten, wenn du von heute auf morgen plötzlich alles veränderst in deinem Leben, ist die Gefahr sehr, sehr groß, dass wenn sobald die anfängliche Motivation weg ist, du sofort wieder komplett in die alten Muster zurückfällst. Deswegen Babysteps. Also wirklich kleine, kleine Schritte machen und sagen - was weiß ich - sagen zum Beispiel, du möchtest ein bisschen abnehmen oder etwas an deiner Ernährung ändern, stell dir die Frage: Was ist der KLEINSTE Schritt - DER KLEINSTE SCHRITT - den du ändern kannst oder den du anders machen kannst, um deinem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Du wirst nicht jeden Tag einen Marathon laufen, aber selbst ein Schritt in die richtige Richtung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Und Darren Hardy hat ein Buch geschrieben, das heißt „The compound effect", akkumuliert, über alle Jahre hinweg, hast du dann halt deinen Marathon geschafft, indem du jeden Tag einen verdammten Schritt in Richtung deines Ziels gegangen bist. Und zum Beispiel, wenn du sagst : Hey, ich bin zum Beispiel so ein Typ, ich kann halt wirklich super schwer auf Süßigkeiten und Knabbereien verzichten und was ich halt mache ist, um das Ausmaß der unbändigen Gewichtszunahme Einhalt zu gebieten, ist halt sozusagen, dass ich mir dann sage: Hey, du musst jetzt hier nicht die ganze Packung auffuttern, aber du willst unbedingt jetzt hier so ein Schokoei essen. Mein Gott, dann iss halt jetzt ein Ei, aber lasse halt die restliche Packung liegen. Oder, was weiß ich, wenn man jetzt zum Beispiel ein Problem mit Alkohol hat, dann kann man sich auch sagen: „Hey gucke mal, trink doch gerne weiterhin ein Bier, aber anstatt zwei, trink mal nur eins." Ich meine das wird man ja wohl irgendwie schaffen, dass man sagt: Hey, ich es mir nicht komplett verbieten, aber ich trinke halt statt zwei nur eins. Und das sind dann schon eingesparte 200 Kalorien und akkumuliert, über die Zeit, sind das halt wahnsinnig viele Kalorien, die man dann einspart. Also Babysteps, einfach wirklich super, super kleine Schritte. Witzig ist, Dan John, habe ich mal in einem Podcast gehört, das ist supergeil, ich liebe ja Dan John. Dan John ist für mich so ein cooler Dude. Ich hätte Dan John gerne als Vater oder Opa oder - keine Ahnung - oder als Mentor, Coach, was auch immer. Der sagt ja auch, Babysteps. Wenn er anfängt, irgendjemanden zu coachen, dann sagt er halt auch so: „Ok, schaffst du es in den nächsten zwei Wochen, jeden Tag deine Laufschuhe anzuziehen?" „Und ich soll nicht laufen gehen?" „Nein, du sollst einfach nur deine verfickten Schuhe anziehen!" Weil du damit eine Routine schaffst, einfach das zu machen, das zu tun und Routinen sind eben wichtig im Leben. Was wolltest du sagen? #01:07:21-1#
  • Du, ich hatte vor, ich glaube irgendwie fünf Episoden einen Podcast mit Dan John unter dem Titel „Fear of the obvious" und den kann ich dir dann mal echt ans Herz legen, weil der ist echt cool. Also weil er eben halt wirklich ein - super cool ist. #01:07:44-6#
  • Ich habe ihn auch in - „The Art of Coaching" war ich in seinem Seminar in Wien. Wahnsinn, ich liebe den. Wir waren auch abends dann noch irgendwie essen/ oder vorher noch essen und am nächsten Tag abends irgendwie was trinken und - keine Ahnung - also ich höre ihm einfach super gerne zu und er ist einfach ein echt, echt, echt entspannter und cooler Typ, nicht so ein Blender, wie man ja viele in unserer Industrie hat. Und das Dritte ist, 100 Prozent Verantwortung bei sich selbst suchen. Klar, jetzt werden wahrscheinlich wieder ein paar Leute aufschreien: „Aber was ist, wenn deine Mutter gestorben ist?" Ja, natürlich kannst du jetzt irgendwie/ du kannst jetzt in Trauer versinken, was auch gut ist, du musst auch trauern, aber du kannst halt/ du wirst einfach nicht glücklich, wenn du DIR dann Vorwürfe machst: Hätte ich/ Hätte ich/ Kannst du es ändern? Nein! Also übernehme Verantwortung dafür. Ja, du hättest dich vielleicht häufiger mal bei deiner Mutter melden können, Ja, bla, bla, bla, bla, bla, aber du kannst halt JETZT nichts daran ändern. Das heißt, übernehme Verantwortung dafür und übernehme Verantwortung für DEIN Leben und dein Handeln. Ich hatte zum Beispiel das Problem, dass ich/ ich hatte in der Vergangenheit häufig Probleme mit meinen Steuerberatern und habe die gewechselt wie Unterhosen am Meer. Ich hatte schon so viel Steuerberater wie Sand am Meer. Ja, jetzt kam sozusagen Anfang des Jahres kam eine höherstellige/ fünfstellige Steuernachzahlung aus den zuvor liegenden Jahren und ich habe mich am Anfang TIERISCH aufgeregt warum mein Steuerberater nichts gemacht hat und mir nichts gesagt hat, obwohl ich ihn schon gefragt habe und/ ABER ich muss halt auch für mich lernen Verantwortung zu übernehmen und zu sagen: Ja, geil, cool. Egal, was passiert IST, es ist halt jetzt so wie es ist. Und ich musste natürlich dann sozusagen dann erstmal gucken: Okay, wo habe ich versagt. Was habe ich vielleicht verpasst zu tun oder/ und dann ist mir natürlich auch aufgefallen, dass ich auch bequem war. Also ich habe ihn zwar gefragt und immer wieder darauf hingewiesen: Hey, wie sieht es denn aus. Muss ich immer was zurücklegen, soll ich immer was das machen, oder dies machen oder soll ich irgendwas anpassen, meine Vorauszahlung anpassen - was auch immer. Aber nachdem er halt immer nur gesagt hat: Nee, nee, nee, nee das passt schon. Wir melden uns und so. Habe ich mich natürlich darauf auch ausgeruht. Obwohl ich eigentlich auch wusste: Okay, ich habe gut verdient/ Ich müsste da wahrscheinlich mal besser irgendwie das anpassen. Habe ich mich natürlich auch darauf ausgeruht und mich gefreut insgeheim, dass es so ist - anstatt Verantwortung zu übernehmen und eigenverantwortlich zu sein: Eigentlich vertraue ich dem Braten jetzt mal nicht ganz so gut. Ich habe als ich die Steuermeldung vom Finanzamt bekommen habe, bin ich erst in so eine Opferrolle reingeschlüpft und habe dann gesagt: Oh, poor me. Und ich habe doch immer gefragt, und was soll ich denn noch machen und ich bezahle doch schon einen Steuerberater dafür. Aber irgendwann habe ich dann sozusagen dann gesehen, dass ich selbst die Verantwortung übernehmen sollte und seitdem geht es mir auch besser. Also, wenn du halt generell immer nur die Schuld bei anderen suchst, wird es dir immer schlecht gehen, weil du immer denkst, dass alle Missstände im Leben von anderen Menschen provoziert sind, um die zu schaden. #01:11:14-9#
  • Ja, du entmachtest dich selber. #01:11:16-0#
  • Genau. Und anstatt einfach die Kontrolle zu übernehmen und zu sagen: Okay, ich kann vielleicht nicht verhindern, dass mir - was weiß ich - ich stehe an der Ampel und mir rauscht jemand von hinten voll aufs Auto rauf. Ja, kann man vielleicht nicht verhindern. Da kann man dann auch jetzt sagen: Okay, hätte ich mal eine andere Route genommen, wäre ich mal früher von der Arbeit gegangen. Ach komm, hättest du, wärst du, könnst du - sowas kann man nicht erahnen. Das passiert halt. Aber man kann halt dann einfach Verantwortung übernehmen und zu sagen: Hey, war ich angeschnallt? #01:11:51-9#
  • Ja, es gibt so ein paar Sachen, da sollte man sich auch nicht die Frage nach dem Warum stellen. Also ich hatte ein ähnliches Beispiel in meiner Jugend. Ich hatte einen schweren Verkehrsunfall, wo ein alter Rentner mir die Vorfahrt auf der Landstraße genommen hat – mit mehreren Toten – und dann irgendwie eine alte Frau, die in deinen Armen jammert, weil sie offensichtlich innere Blutungen hat und nach Jesus schreit, da solltest du dir nicht die Frage nach dem Warum stellen, denn die gibt es sozusagen nicht. Es gibt keine befriedigende Antwort darauf. Aber was du machen kannst, das ist einfach dein Job - Erste Hilfe leisten. #01:12:33-6#
  • Stimmt. Also deswegen - das wären so, sage ich mal so, die drei Sachen, die ich den Leuten mitgeben kann. #01:12:43-6#
  • Cool, Danke! Johannes, ich sage vielen, vielen lieben Dank, dass du diesen Podcast mit mir gemacht hast. Es hat mir derbe viel Spaß gemacht. #01:12:54-6#
  • Ebenso! #01:12:55-9#
  • Und ich hoffe, dass wir das vielleicht mal wiederholen können. Vielleicht mit irgendeinem anderen Thema oder vielleicht einfach nur, ich mache gerne auch mal so ein bisschen philosophische Sachen, den Leuten ein bisschen über den Tellerrand gucken, ein bisschen Motivation und ich glaube, dass wir da auch nicht unbedingt irgendwie 10 Minuten schweigend verbringen würden. #01:13:16-7#
  • Nein, das glaube ich auch nicht. #01:13:19-8#
  • Klasse! Vielen lieben Dank Johannes. #01:13:22-9#

    Vielen Dank fürs Zuhören! Hat dir die Show gefallen, dann unterstütze uns bitte mit einer guten Bewertung. Hast du Wünsche oder Ideen für den Podcast, schreibe mir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Zum Abschluss: Bewege jeden Tag deinen Körper, deinen Geist und dein Herz. Mache jeden Tag zu etwas Besonderem. Nicht immer stellt sich der Erfolg sofort ein. Dann notiere dir einfach einen Punkt in der besten App, die es gibt: Dein Gehirn. Was du heute noch nicht schaffst, ist Teil deines Trainings für den Erfolg von morgen. Große Leistungen sind nicht das Produkt eines Zufalls, sondern Jahre konstanter, harter Arbeit. Insofern: Packs an, dein Frank. #01:14:05-4#

 

Kontakt zu  Johannes Kwella

 

Benutzerbewertung: 5 / 5

Wir freuen uns, wenn Du Dir einen Augenblick Zeit nimmst um diesen Artikel zu bewerten.
5 von 5 - 2 Bewertungen
Vielen Dank für die Bewertung dieses Beitrags.

Tags: kettlebell, Motivation, Workout, Podcast, 10.000 Swing Challenge, 10k Swing Challenge, Johannes Kwella, People on FIRE

Podcast Deutsch

Kontakt     Impressum     Datenschutzerklärung